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Parteivorstand hat sich entschieden

Goslarer SPD soll Martin Mahnkopf bei der Landtagswahl ins Rennen schicken

Martin Mahnkopf

Martin Mahnkopf

Martin Mahnkopf soll als Nachfolger für Dr. Alexander Saipa kandidieren: Der Parteivorstand will den Vienenburger Ortsvorsteher bei der Landtagswahl 2022 ins Rennen schicken. Ob Mahnkopf tatsächlich für die SPD bei der Landtagswahl antritt, wird sich allerdings erst im kommenden Jahr entscheiden.

Von Frank Heine Mittwoch, 15.12.2021, 12:00 Uhr

Goslar. Der Parteivorstand hat sich bereits festgelegt: Die Goslarer SPD soll den Vienenburger Ortsvorsteher und neuen Ratsfraktionsvorsitzenden Martin Mahnkopf ins Nominierungsrennen für eine Landtagskandidatur schicken. Weil Dr. Alexander Saipa, bisheriger SPD-Abgeordneter in Hannover für den Wahlkreis Goslar, als Landrat auf den Chefsessel der Kreisverwaltung gerückt ist, dürfen und müssen bei der Wahl am 9.Oktober 2022 neue Kräfte ran.

Ob Mahnkopf für die SPD tatsächlich bei der Landtagswahl antritt, entscheidet sich in zwei Schritten. Am 10. Februar stellt sich der 46 Jahre alte Stabsstellen-Mitarbeiter der Technischen Universität Braunschweig dem Votum der Goslarer Mitglieder. Eine Delegierten-Konferenz des Unterbezirks, die voraussichtlich Ende Februar oder Anfang März über die Bühne gehen soll, hat das abschließende Wort.

Für den neuen Landtagswahlkreis Goslar sind dort laut Goslar-Chefin Annett Eine die Ortsvereine Goslar mit sieben Delegierten, Bad Harzburg und Langelsheim mit jeweils drei Delegierten, Liebenburg mit zwei und Lutter mit einem Delegierten stimmberechtigt. Die Kurstädter hatten bereits Anfang November ihren neuen Parteichef Christoph Willeke für eine Landtagskandidatur aufs Schild gehoben – freilich im Glauben, dass Bad Harzburg nach wie vor zum demnächst aufgelösten Wahlkreis Harz gehören sollte. Der 24-jährige Bad Harzburger Neuratsherr Willeke tritt aber auch unter neuen Vorzeichen an. Das versicherte er gestern auf GZ-Nachfrage. Aus den zur Fusion anstehenden Ortsvereinen Lutter und Langelsheim sowie aus Liebenburg sind noch keine Begehrlichkeiten öffentlich geworden.

Laut einem Schreiben von Eine und ihren beiden Vize Lisa Lindner und Jens Kloppenburg, das Anfang der Woche an die Mitglieder verschickt wurde, hat es „viele gute Gespräche mit aussichtsreichen Kandidaten und Kandidatinnen“ gegeben. Am Ende sei der Vorstand zur Überzeugung gekommen, dass Mahnkopf „als guter und geeigneter Kandidat für die Landtagswahl in Betracht kommt“.

Überraschend kommt die Entscheidung nicht. Schließlich hatte Mahnkopf wie berichtet parteiintern schon als aussichtsreicher SPD-Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl gegolten und freiwillig nicht nur einen Schritt zurück gemacht, sondern auch bei der Wahlkampf-Regie im Team der designierten Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner eine wichtige Rolle gespielt. Bei den zurückliegenden Wahlen kam er stets auf exzellente persönliche Stimmen-Ergebnisse.

Mahnkopf, seit 2013 Ortsvorsteher in Vienenburg, sitzt seit 2014 im Rat, seit 2016 im Kreistag und neu auch in der Vertretung des Regionalverbandes Braunschweig. Bis Ende Oktober war er Goslarer Bürgermeister, bevor er anstelle von Schwerdtner den Fraktionsvorsitz im Rat übernahm. Der Sänger einer Band leitet zudem den städtischen Kulturausschuss. Nach dem Fachabitur an den Berufsbildenden Schulen Am Stadtgarten machte er zunächst seinen Diplom-Kaufmann in Betriebswirtschaftslehre. Später sattelte er einen Masterabschluss in Verwaltungswissenschaft drauf. Zudem hatte er bei der Stadt Vienenburg den Beruf des Standesbeamten gelernt.

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