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Deutsche Ski-Liga

Braunlager Justus Horlacher fährt allen davon

Skifahrer in Rennanzug mit Helm und Skistöcken in gebeugter Haltung auf schneebedeckter Piste vor Tannenwald

Justus Horlacher feiert als 16-Jähriger eine erfolgreiche Premiere in der Deutschen Ski-Liga. Foto: Privat

Der Skirennläufer Justus Horlacher gewinnt die U18-Wertung der Ski-Liga. Er ist der erste Athlet des WSV Braunlage dem dieses gelingt.

Von Andreas Konrad Donnerstag, 26.03.2026, 19:00 Uhr

Zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen Ski-Liga (DSL) hat ein Braunlager den Titel geholt. Der für den WSV startende Justus Horlacher sicherte sich in seiner Premierensaison in dieser Altersklasse die U18-Wertung und belegte insgesamt den neunten Platz. Die DSL ist die höchste nationale alpine Rennserie ab dem Jugendalter für Nicht-Kaderathleten.

Der 16-Jährige wurde im Rahmen des Finales der Ski-Liga im Allgäuer Trainingszentrum Alpin am Oberjoch ausgezeichnet. Hier gewann er zum Abschluss der Serie noch den Riesenslalom, vor zwei weiteren Athleten des Niedersächsischen Skiverbandes (NSV).

Matti Quoll aus Braunschweig wurde Zweiter und Tim Rose aus Springe Dritter. Mit Marlo Penkert (5./Springe) fuhr ein weiterer Niedersachse in die Top Ten. Bei den Damen erreichte Annika Röbbel (SC 111 nn Braunschweig) Rang acht. „Ein großer Tag für unsere alpinen Rennläufer, aber auch der Lohn für eine lange, kontinuierliche Arbeit, die bereits im Sommer ihren Anfang nahm“, kommentierte NSV-Sportwart Alpin und Trainer Henning Röbbel das Ergebnis.

Los ging die Saison für Horlacher, Schüler des Niedersächsischen Internatsgymnysiums (NIG) in Bad Harzburg, mit Trainings in Skihallen, unter anderem in Belgien. Hier wird die Grundlage gelegt. „Im Herbst folgen Lehrgänge auf Gletschern“, berichtet Vater Jörg, „vergangenes Jahr ging es sogar nach Norwegen.“ Horlacher nutzt aber auch jede Möglichkeit, im Harz zu trainieren. Diesen Winter ließen die Bedingungen zwei wöchentliche Einheiten auf dem Wurmberg zu. „Jede Trainingsstunde auf den Brettern hilft.“

Möglich sei vieles allerdings nur durch die „positive Verrücktheit“ von Trainer Röbbel, der fast jedes Wochenende mit den Nachwuchsrennläufern unterwegs sei, und, weil die Schule gelegentlich mit Sonderbefreiungen vom Unterricht unterstütze. Aber selbstverständlich sei auch viel Eigeninitiative der Eltern gefragt, so Vater Jörg.

Horlacher bestritt die Saison über 25 von 51 möglichen Rennen. Die jeweils besten sechs Resultate der DSL sowie acht besten der Punkterennen des Deutschen Skiverbandes (DSV) kamen in die Wertung. Startberechtigt bei den Rennen sind alle Athleten, die Mitglied in einem Skiverein der Landesverbände sind.

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