Aquafitness und Hot-Iron statt Fußball
Das Thema Platzsperrung dominiert die Vorbereitung der Fußball-Bezirksligisten auf den für den Sonntag, 1. März, angesetzten Start der Restsaison. Die Trainer zeigen sich sehr kreativ. Foto: Drechsler
Die Trainer der Fußball-Bezirksligisten aus dem Kreis Goslar sind in der Vorbereitung auf die Restsaison kreativ. Nur viel Fußball gespielt wird nicht.
In einer Woche startet die Restsaison der Bezirksliga. So richtig an Fußballtraining war in den vergangenen Wochen wegen des Wetters allerdings nicht zu denken. Dennoch haben sich die vier Teams aus dem Landkreis Goslar auf den Start vorbereitet – nur anders als sonst eben.
Kenneth Schuller, Trainer der TSG Bad Harzburg sagt: „Ich glaube, wir waren viermal auf dem Platz, da habe ich die Jungs aber einfach spielen lassen.“ An normales Training sei wegen der Witterung selbst auf Kunstrasen nicht zu denken gewesen. Stattdessen buchte der Verein einmal die Soccerhalle oder nutzte über Kooperationspartner Trainingsstunden im Fitnessstudio. „Da haben wir individuell oder auch gemeinsam trainiert“, sagt Schuller, „aber ich sehe das nicht so eng. Die Jungs sind rein körperlich in einem guten Zustand.“ So steht für Sonntag das erste Vorbereitungsspiel auf dem Programm, zusätzlich „versuche ich für Dienstag noch einen Gegner zu finden“.
Aufgrund des verlegten Derbys (siehe unten) gegen den Goslarer SC 08 am folgenden Sonntag bliebe der TSG ja außerdem noch eine weitere Woche der Vorbereitung.
Fußball-Bezirksliga
GSC 08 und TSG Bad Harzburg stellen die Weichen
Auch Ingo Vandreike, Trainer der Goslarer SC 08, weiß, dass auch die Konkurrenz unter den gleichen Bedingungen gelitten hat. „Die letzten Jahre waren wir vom Wetter verwöhnt, dieses Jahr ist es eben nicht so. Ich bin da ganz entspannt.“ In Sachen Testspiele ist der GSC mit drei Partien noch ganz vorn, drei weitere sollen bis zum verschobenen Start am 8. März am Osterfeld gegen den FC Ilsetal noch folgen. „Das hat auch seine gute Seite, so konnten sich die angeschlagenen Spieler in der kurzen Vorbereitung richtig erholen.“
Als Alternativprogramm standen Spinning und ein Hot-Iron-Kurs auf dem Plan sowie Training in der Soccerhalle. „Wir kennen uns jetzt auf allen Untergründen aus, nur nicht auf Rasen“, sagt Vandreike scherzhaft.
Fußball-Bezirksliga
VfL Oker holt fünf Neue, GSC zwei Rückkehrer
Zwei Trainingseinheiten auf dem Kunstrasen des SV Rammelsberg hat die FG Vienenburg/Wiedelah auf dem Konto. Trainer Massimo Soranno sagt: „Bei uns ist an Training überhaupt nicht zu denken und der Hartplatz an der Schule ist auch keine beliebte Alternative.“ Dafür kramte das Team die Badehose aus dem Schrank. „Wir waren beim Aquafitness, haben aber auch Spinning gemacht“, sagt Soranno, der am Sonntag beim FC Rautheim zum ersten Testspiel bittet. „Die anderen wurden alle abgesagt, aber wir hatten uns vorsorglich immer einen Slot in der Soccerhalle gebucht, so sind wir wenigstens etwas im Rhythmus.“
Bezirks- und Kreisebene
So geht es im neuen Jahr in den Fußball-Ligen weiter
Den Umständen entsprechend zufrieden ist der sportliche Leiter Ender Özvar mit der Vorbereitung des VfL Oker: „Wir waren häufig in der Soccerhalle und haben nach dem Training dort zusätzlich Stabilisationsübungen gemacht.“ Spinning und Krafttraining habe das Programm ergänzt. Für den Freitagabend war dann das zweite Testspiel des Bezirksligisten angesetzt. „Weil wir sehr früh mit der Vorbereitung begonnen haben, hatten wir auch viele Einheiten aus unserem Kunstrasen“, sagt Özvar, „die Trainingsbeteiligung war sehr gut.“ Den Start der Restsaison mit dem Heimspiel gegen die FG Vienenburg/Wiedelah am 1. März sieht Özvar aktuell nicht in Gefahr.
Derby zwischen TSG und GSC verlegt
Das für den Restrundenstart am Sonntag, 1. März, angesetzte Derby zwischen der TSG Bad Harzburg und dem Goslarer SC 08 wird vorbehaltlich der Zustimmung des Staffelleiters auf den Mittwoch vor Christi Himmelfahrt, 13. Mai (19Uhr), verlegt. Darauf haben sich Bad Harzburgs Fußball-Abteilungsleiter Michael Bothe und Goslars 2. Vorsitzender Björn Vorlop verständigt. Hintergrund ist, dass eine Austragung auf dem Rasenplatz im Sportpark derzeit ausgeschlossen ist und der Kunstrasen für die Zuschauer nur eingeschränkte Sichtmöglichkeiten bietet, die der Bedeutung des Spiels nicht angemessen sind.
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