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Finalserie der Eishockey-Regionalliga

Harzer Falken sind bereit für den letzten Schritt zum Titel

Eishockeyspieler in schwarzen und roten Trikots auf dem Eis vor einer großen Fan-Choreografie mit einem Falken, der einen Pokal hält, und dem Schriftzug 'Regio-Meister ohne Frage, unsere Falken aus Braunlage'

Die Harzer Fans sind sich vor der Finalserie schon sicher: „Regio-Meister ohne Frage, unsere Falken aus Braunlage“. Foto: Drechsler

Am Freitag beginnt für die Harzer Falken die Finalserie in der Eishockey-Regionalliga Nord. Die Saisonbilanz spricht für den Gegner.

Von Björn Gabel und Andreas Konrad Donnerstag, 12.03.2026, 17:00 Uhr

Es ist das Traumfinale. Titelverteidiger Harzer Falken und der Adendorfer EC machen vom heutigen Freitag an den Meister der Eishockey-Regionalliga Nord unter sich aus. Auftakt der Serie ist am Freitag, 20 Uhr, in der Heide, das zweite Spiel steigt am Samstag, 17.30 Uhr, im Braunlager Wurmbergstadion.

Zumindest ein drittes wird folgen, wie ohnehin eine Finalserie auf Biegen und Brechen erwartet wird.

Wer kann den Unterschied ausmachen? In den vergangenen Jahren war es bei den Falken Regan Nagy, der wegen seiner Rückenverletzung diesmal aber nur als Trainer von der Bande aus mithelfen kann. Noch mehr gefragt sein dürfte Torwart Taylor Dupuis, der sich in den Playoffs bisher bärenstark präsentiert. Im Angriff läuft viel über Ville Sivonen, der mit Martin Benes und Nicolas Korbel (sechs Tore in den Playoffs) ein gefährliches Trio bildet. Aber auch alle anderen Reihen sind für Tore gut.

Auch Adendorf hat seine Treffer zuletzt besser verteilt, nachdem in der Anfangsphase die Scoringlast vor allem auf den beiden Ex-Harzern André Gerartz und Christoph Koziol sowie Kyle Brothers (sieben Vorlagen in den Playoffs) lag.

Der unumstrittene Chef in der Defensive ist der litauische Nationalspieler Domantas Cypas, der in dieser Saison offensiv noch nicht so stark in Erscheinung getreten ist wie gewohnt.

Ein Blick in die Statistiken: Beide Teams beendeten die Hauptrunde mit einem fast identischen Torverhältnis, Adendorf hatte aber sieben Punkte mehr auf dem Konto, drei davon am grünen Tisch.

Ein Vorteil der Heidschnucken: Sie hatten in Überzahl eine deutlich höhere Erfolgsquote (20,69 zu 14,44) – und machen in den Playoffs nahtlos weiter. Bereits neun Tore mit einem Mann mehr auf dem Eis sind ein Wort.

Die Falken tun sich in Überzahl schwerer, zeigten sich zuletzt aber in der Defensive stabiler als der Finalgegner.

Die Personalsituation in Braunlage: Die Falken treten mit Ausnahme von Filip Mrava in Bestbesetzung an. Der 28-Jährige ist zwar nach wie vor im Training, hat aber immer wieder Tage, an denen er nicht fit ist. Wieder im Team sind Diarmad DiMurro und Jakub Wiecki.

Das sagt Trainer Regan Nagy: „Wir haben oft genug gegen Adendorf gespielt und kennen ihre Stärken. Jetzt geht es darum, diese zu verteidigen.“ Zum Unterschied, in ein Finale als Spieler oder als Trainer zu gehen, sagt der Kanadier: „Als Spieler ist es deutlich einfacher. Du bist nur auf dich selbst fokussiert. Als Trainer musst du alles im Blick haben, musst einen Gameplan machen und dich mit dem Gegner beschäftigen. Und du musst dich um jeden deiner Spieler kümmern.“

Der Weg der beiden Teams ins Finale: Adendorf beendete die Hauptrunde auf Rang eins und schaltete in den Playoffs zunächst den Hamburger SV und dann die Crocodiles Hamburg in jeweils zwei Spielen aus. Die Falken wählten ebenfalls den Weg über die Expresskasse und setzten sich in jeweils zwei Spielen gegen den ECW Sande und Timmendorf durch, obwohl die Beach Devils Heimrecht hatten.

In der Hauptrunde steht es zwischen AEC und Falken 2:1. Die Heidschnucken gewannen ihre beiden Heimspiele (4:0, 8:6), die Harzer zauberten hingegen am 28. Dezember beim 10:0 eine Sternstunde in das Eis des Wurmbergstadions.

Im Halbfinale des OsWeNo-Pokals setzten sich die Adendorfer mit Sieg in Braunlage und Unentschieden in der Heide durch.

Der Modus: Gespielt wird nach dem Modus best-of-five, wer Meister werden will, muss also drei Spiele gewinnen. Das Heimrecht liegt bei Adendorf, was im Umkehrschluss bedeutet, dass die Falken mindestens einen Auswärtssieg benötigen, um sich wieder den Meisterpokal schnappen zu können.

Wie sieht es mit den Eintrittskarten aus? In Adendorf rechnen sie am Freitag mit einem ausverkauften Haus, bereits unter der Woche gab es keine Sitzplatzkarten mehr. Für die Partie im deutlich größeren Wurmbergstadion gibt es hingegen noch in allen Kategorien Tickets. Abzuwarten bleibt, wie die eher ungewohnte Anfangszeit in Braunlage angenommen wird.

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