Zentralrat der Juden und EKD stärken Austausch
Die EKD-Vorsitzende, Kirsten Fehrs, unterstreicht die Bedeutung eines jüdisch-christlichen Dialogs. (Archivbild) Foto: Kay Nietfeld/dpa
Angesichts von Bedrohungen für die Demokratie und dem Erstarken extremistischer Kräfte setzen die Institutionen auf Zusammenarbeit. Im Dialog haben sie konkrete und zukunftsrelevante Fragen im Fokus.
Berlin. Der Zentralrat der Juden und die Evangelische Kirche in Deutschland wollen ihre Zusammenarbeit ausbauen. Beide Institutionen vereinbarten, den gemeinsamen Austausch zu verstetigen und intensivieren, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung hieß. Zuvor waren das Präsidium des Zentralrats und eine Delegation der EKD in Berlin zusammen gekommen.
Zentrale Punkte des Treffens waren laut Mitteilung Angriffe auf Jüdinnen und Juden und Bedrohungen für die Demokratie durch das Erstarken extremistischer Kräfte. Es sei über Chancen des interreligiösen Dialogs gesprochen worden. Zudem standen demnach sehr konkrete und zukunftsrelevante Fragestellungen wie Organspende und Wehrdienst auf der Agenda.
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sprach von einem wichtigen Austausch. Dieser fördere die Verbundenheit in einer Zeit, in der jüdisches Leben zunehmend aus der Öffentlichkeit gedrängt werden solle, sagte er.
Die EKD-Ratsvorsitzende, Bischöfin Kirsten Fehrs, unterstrich die Bedeutung des jüdisch-christlichen Dialogs. „Wir sind dankbar, dass dieser für unsere Religionsgemeinschaften und die Gesellschaft wichtige Dialog weiter gestärkt wird“, sagte sie.
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, bezeichnet Dialog als wichtig für die Gesellschaft. (Archivbild) Foto: Elisa Schu/dpa