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Prozessauftakt

Vater streitet Anstiftung zum Mord seiner Tochter ab

Ein 46-Jähriger soll seinen Sohn beauftragt haben, die Tochter zu töten. (Symbolbild)

Ein 46-Jähriger soll seinen Sohn beauftragt haben, die Tochter zu töten. (Symbolbild) Foto: Sina Schuldt/dpa-Pool/dpa

Ein 46-Jähriger soll seinen Sohn aufgefordert haben, dessen Schwester zu töten - doch der meldete seinen Vater bei der Polizei. Vor dem Landgericht in Stade weist der Angeklagte die Vorwürfe zurück.

Von dpa Dienstag, 24.02.2026, 14:30 Uhr

Stade. Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht in Stade hat der angeklagte Vater die Anstiftung zum Mord an seiner Tochter abgestritten. Er habe seinen 17 Jahre alten Sohn nur dazu bewegen wollen, auf die zwei Jahre ältere Schwester aufzupassen, ließ der Angeklagte über seinen Verteidiger erklären. Das teilte ein Gerichtssprecher mit. Der Angeklagte habe seine Tochter nach eigener Darstellung vor schlechten Einflüssen schützen wollen.

Vater störte sich an Lebensstil der Tochter

Laut Anklage soll der 46-jährige Vater mit dem Lebenswandel seiner Tochter nicht einverstanden gewesen sein. Männerbekanntschaften und Intimfotos sollen ihm ein Dorn im Auge gewesen sein. Die Familie lebt im Landkreis Cuxhaven. Der Sohn hatte sich an die Polizei gewandt, woraufhin der Vater in Untersuchungshaft genommen wurde.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann versuchte Anstiftung zum Mord an der eigenen Tochter vor. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft. Die Kammer führte am Dienstag aus, dass niedrige Beweggründe infrage kommen. Der Sohn ist auch als Zeuge geladen. Bis zum 10. April sind fünf Verhandlungstage angesetzt.

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