„Sensationell“: Lüneburg feiert historische Hauptrunde
Die SVG Lüneburg hat die Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga auf Platz eins beendet. (Archivbild) Foto: Uwe Anspach/dpa
Mit nur zwei Niederlagen sichern sich die Volleyballer der SVG Lüneburg erstmals Platz eins der Hauptrunde. Jetzt wartet das Playoff-Duell gegen Herrsching – und das Halbfinale im CEV-Pokal.
Karlsruhe. Für Platz eins nach der Hauptrunde in der Volleyball-Bundesliga hatte Stefan Hüber ein ebenso knappes wie prägnantes Fazit: „Sensationell“, sagte der Trainer des Pokalsiegers SVG Lüneburg nach dem 3:1-Erfolg seines Teams bei den Baden Volleys in Karlsruhe.
Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte haben sich die Niedersachsen die Poleposition für die Playoffs gesichert. „Das ist schon cool, so eine reguläre Saison mit nur zwei Niederlagen“, sagte der 50-Jahre alter Hübner, der seit 2014 an der Seitenlinie der „Lüne-Hünen“ steht.
Nur das Auswärtsspiel bei den Powervolleys Düren und der Heimauftritt gegen den Titelverteidiger und Rekordmeister BR Volleys aus Berlin gingen verloren. Ansonsten standen 26 Siege auf der Habenseite der Lüneburger. Einer mehr als die mit 74 Zählern punktgleichen Hauptstädter.
„Es fühlt sich großartig an“
„Es fühlt sich großartig an, nach einem schweren Spiel heute die Nummer eins der Liga zu sein“, sagte der SVG-Mittelblocker Cole Young nach der Partie in Baden. Erst nach den umkämpften ersten beiden Sätzen fanden die Lüneburger zu ihrem Spiel: „Als es darauf ankam, waren wir fokussiert“, sagte der 23 Jahre alte Amerikaner.

SVG-Trainer Stefan Hübner feiert einen Punktgewinn. (Archivbild) Foto: Uwe Anspach/dpa
In den Playoffs geht es nun gegen die achtplatzierten Volleys Herrsching. Das erste Spiel gegen die Bayern findet am nächsten Samstag in der LKH-Arena statt. Zum Erreichen des Halbfinals sind zwei Siege nötig. Dort würde es gegen den Sieger des Duells Düren gegen die Grizzlys aus dem niedersächsischen Giesen gehen. Auf die BR Volleys kann das Hübner-Team, wie in der verlorenen Serie der vergangenen Saison, erst im Finale treffen.
Mittwoch CEV-Pokal-Halbfinale in Belgien
Schon am Mittwoch steht Halbfinale des CEV-Pokals gegen Greenyard Maaseik auf dem Programm. Die SVG tritt zunächst in Belgien an. Das Rückspiel in Lüneburg folgt am 2. April. Vor zwei Jahren stand die SVG im Finale des zweitwichtigsten Europapokals nach der Champions League, musste sich dort aber dem polnischen Team Resovia Rzeszow geschlagen geben.
„Jetzt freuen wir uns auf den CEV-Cup und dann geht es ab in die Playoffs“, sagte der 2,08-Meter-Mann Young. Coach Hübner ergänzte: „Wir gehen weiter mit Schwung in die nächsten Aufgaben.“
Mit dem Pokalsieg, dem ersten Titel in der Club-Historie, und Platz eins in der Hauptrunde spielt die SVG Lüneburg bereits ihre erfolgreichste Saison. Doch die Serie ist noch nicht vorbei und der Hunger auf weitere Trophäen groß.