Musikerin Lea erhält „Goldenen Ton“
Der Goldene Ton wurde 2025 erstmals unter dem Namen verliehen. (Symbolbild) Foto: Swen Pförtner/dpa
Die Künstlerin stehe für eine moderne, deutschsprachige Popmusik, „die leise Töne mit großer emotionaler Tiefe verbindet“, heißt es von der Stadt Goslar. Was die Jury darüber hinaus sagte.
Goslar. Die Musikerin Lea erhält den Goldenen Ton der Stadt Goslar. Die Singer-Songwriterin sei „eine dieser Stimmen, die nicht lärmen müssen, um gehört zu werden“, teilte die Stadt zur Bekanntgabe mit. Wann sie den Preis entgegennehmen wird, war zunächst noch offen.
Lea stehe für eine moderne, deutschsprachige Popmusik, „die leise Töne mit großer emotionaler Tiefe verbindet“, teilte die Stadt weiter mit. Goslars Oberbürgermeisterin Urte Schwedtner (SPD) ergänzte: „Ihre Offenheit für künstlerische Weiterentwicklung und genreübergreifende Zusammenarbeit macht sie zu einer prägenden Stimme ihrer Generation.“ Jury-Mitglied Peter Plate sagte: „Als Songwriterin findet sie Wörter, die schlicht wirken und dann überraschend tief fallen – ein Talent, das man nicht erlernen kann, sondern haben muss.“
Lea („Leiser“, „110“), die eigentlich Lea-Marie Becker heißt, stammt aus Kassel und lebt in Berlin. Mehrerer ihrer Singles haben Gold- oder Platinstatus. Neben ihrer Solokarriere tritt sie auch im Rahmen diverser Kooperationen auf, etwa mit den Rappern Capital Bra oder Casper.
Namhafte Preisträger
Der Musikpreis der Stadt Goslar wird seit 1955 verliehen und zählt zu den traditionsreichsten Musikpreisen in Deutschland. Der undotierte Preis wurde zunächst im Zweijahresrhythmus und seit 2016 jährlich verliehen. Bis 2023 hieß der Preis Paul-Lincke-Ring. Wegen neuer Erkenntnisse über die Vergangenheit Paul Linckes im Nationalsozialismus hatte die Stadt den Preis umbenannt.
Bei der Preisverleihung erhalten die ausgezeichneten Künstler und Künstlerinnen einen Ring mit einem Notenschlüssel und einem Kleeblatt - dem Logo des Goslarer Ortsteils Hahnenklee, wo der Preis verliehen wird. Die Auszeichnung wird an Musiker vergeben, die sich um deutschsprachige Musik verdient gemacht haben. Vorherige Preisträger waren unter anderem Udo Lindenberg, Max Raabe und Helge Schneider.