Mordprozess: Hat ein Hausmeister den Vermieter getötet?
Vor dem Landgericht Oldenburg hat ein Mordprozess gegen einen 63-Jährigen begonnen. Der Mann soll seinen Vermieter gequält und getötet haben. (Symbolbild) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
Ein Mann stirbt an massiver Gewalt gegen den Kopf. Ermittler finden die Leiche in einem früheren Möbelhaus - es ist der Eigentümer des Gebäudes. Nun steht der damalige Hausmeister vor Gericht.
Oldenburg. Mit einem Hammer soll der Angeklagte in einem ehemaligen Möbelhaus den Eigentümer des Gebäudes gequält und getötet haben. Nun hat der Prozess gegen den 63-jährigen mutmaßlichen Täter vor dem Landgericht Oldenburg begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutschen grausamen Mord vor. Demnach schlug der Angeklagte im März 2026 in Nordenham im Landkreis Wesermarsch mehrfach mit einem Hammer auf den Kopf des 34-Jährigen ein. Obwohl dieser noch bei Bewusstsein war, soll er ihn anschließend mit Plastikfolie eingewickelt haben.
Das Motiv war zunächst unklar, wie ein Gerichtssprecher sagte. Den Ermittlungen zufolge hatte der Angeklagte eine Einliegerwohnung in dem Gebäudekomplex und verrichtete dort Hausmeistertätigkeiten. Der 63-Jährige äußerte sich zum Auftakt der Verhandlung nicht zu den Vorwürfen. Auf Videoaufnahmen ist der Mann zu sehen, die Tat selbst aber nicht. Der Angeklagte ist in Untersuchungshaft.
Am ersten Verhandlungstag wurden dem Sprecher zufolge verschiedene Fotos gezeigt - vom Tatort und der Wohnung des Angeklagten. Die Leiche wurde in dem früheren Möbelhaus gefunden, der Hammer als Tatwaffe sichergestellt. Das Gericht hat weitere Termine bis Mitte Dezember festgelegt.