Mit Nacktbild erpresst - so kann man sich schützen
Einen konkreten Fall sogenannter Sextortion im Landkreis Gifhorn nutzt die Polizei zur Warnung und gibt Tipps. (Symbolbild) Foto: Monika Skolimowska/dpa
Ein Mann wird im Netz nett angeschrieben und tauscht auch Nacktbilder aus. Schnell wird klar, dass der 60-Jährige Opfer sogenannter Sextortion wurde. Die Polizei warnt und gibt Tipps.
Gifhorn. Ein 60-jähriger Mann aus dem Landkreis Gifhorn ist mit einem Nacktbild erpresst worden. Ein Täter forderte 5.000 Euro, um die Aufnahme nicht im Internet zu veröffentlichen, teilte die Polizei mit. Um den Druck zu erhöhen, habe der Erpresser sogar eine Ratenzahlung angeboten.
Weil das Opfer nach dem Polizeibericht nicht auf die Forderung einging, reduzierte der Täter die verlangte Summe schrittweise. Der 60-Jährige zahlte jedoch nicht und erstattete Anzeige bei der Polizei. Der Kontakt bei der Betrugs- und Erpressungsmasche, der sogenannten Sextortion sei auf Social-Media-Plattformen entstanden.
Den aktuellen Fall nutzt die Polizei für Hinweise zum Schutz vor Sextortion.
Die Beamten raten:
- Vorsicht bei Kontaktanfragen von Unbekannten in sozialen Netzwerken
- Keine persönlichen Informationen wie Anschrift, Telefonnummer oder Arbeitgeber nennen
- Keine intimen Fotos oder Videos an Personen versenden, die nur über das Netz bekannt sind
- Geräte mit aktuellen Sicherheits- und Virenschutzprogrammen verwenden
- Jugendliche offen über mögliche Gefahren im Internet aufklären
Opfer sollten:
- Kein Geld zahlen
- Beweise wie Screenshots von Chatverläufen sichern
- Kontakt abbrechen
- An die Polizei wenden und Anzeige erstatten