Mini-Rosen im Topf lieben es im Winter kühl
September: Topfrosen brauchen viel Licht, aber keine pralle Sonne. Das gilt auch im Winter, allerdings mögen es Rosen dann kühler. Fotos (4): Borchers
In diesem Beitrag des Gartenblogs lernen geht es darum, die Pflanzen gut durch den Winter zu bringen.
Topfrosen sind als Mitbringsel oder Geburtstagsgeschenk ein Evergreen. Doch wenn der Sommer sich dem Ende zuneigt, fragen sich die Beschenkten, wie sie die Blütenkönigin über den Winter bekommen sollen, damit im Frühling der kleine Busch erneut seine Pracht entfaltet.
Das ist nicht sehr schwierig, wenn man einen kühlen, hellen Raum hat. Denn die Rose braucht im Winter zwar Licht, aber kühle Temperaturen zwischen 5 und 15 Grad Celsius, wenig Wasser und keinen Dünger. Warme, trockene Heizungsluft ist auf jeden Fall ein Killer für die Topfrose.
Ein beheizter Wintergarten, ein Keller oder ein Gewächshaus eignen sich sehr gut als Winterquartier. Einzig in der Zugluft sollte die Pflanze nicht stehen, dann stellen sich schnell Schädlinge ein.
Nach den Eisheiligen Mitte Mai dürfen Topfrosen dann wieder nach draußen, wobei man sie langsam ans Sonnenlicht und die frische Luft gewöhnen sollte. Man „härtet“ die Rose ab, indem man sie anfangs nur stundenweise und dann immer länger nach draußen stellt, am besten erst einmal in den Halbschatten. Die Umgewöhnung dauert wie bei anderen Pflanzen, die normalerweise draußen im Bett stehen oder im Kübel gehalten werden, einige Tage.
Sobald die Nachttemperaturen dauerhaft unter zehn Grad Celsius sinken, sollten empfindlichere Exemplare ohnehin lieber ins Haus geholt werden. Dazu zählt beispielsweise auch der beliebte Enzianstrauch oder der Zimmer-Hibiskus, auch bekannt unter dem Namen Chinesischer Hibiskus (Hibiscus rosa-sinensis).
Aber zurück zur Topfrose. Manchmal gibt es Probleme im Winterquartier. Entweder tauchen Schädlinge auf, etwa Blattläuse. Oder es stellen sich Krankheiten ein. Davon gibt es zwei, unter denen die Minirosen leiden können. Mehltau erkennt man an einem weiß-grauen Belag auf und unter den Blättern. Er breitet sich über alle Pflanzenteile aus, Blüten öffnen sich nicht mehr. Mehltau kann das ganze Jahr über entstehen. Auch Sternrußtau (dunkle Flecken, strahliger Rand, Vergilben der Blätter, Rinde verdunkelt) ist ein Problem. Beide Krankheiten treten vor allem dann auf, wenn der Standort zu hell oder zu dunkel, zu heiß oder zu stickig ist.
Rosen sind eigentlich „Frischluftfans“, deshalb sollten auch Topfrosen im Sommer nach draußen gestellt oder noch besser ausgepflanzt werden. Auch ein Schnitt nach der Blüte sorgt für die Gesundheit der Pflanzen.
Genau wie die Rosen im Beet werden Topfrosen ansonsten im Frühling geschnitten, wenn die Forsythien blühen. Wenn man diesen Schnitt nicht vornimmt, wird die Topfrose „blühfaul“. Und so geht man vor: Mit einer sauberen, am besten desinfizierten Gartenschere werden alle vertrockneten und alt wirkenden Triebe entfernt. Dann wird der kleine Strauch auf die maximal acht stärksten Triebe ausgedünnt. Diese acht Triebe werden um ein Drittel gekürzt. Dabei schneidet man etwa einen halben Zentimeter über einer Knospe, die nach außen zeigt. Genau wie bei Freilandrosen setzt man die Schere schräg an. Und bitte auch darauf achten, Seitentriebe direkt am Haupttrieb abzuschneiden, ansonsten bleiben „Haken“ stehen, über die Krankheitskeime eintreten können.
Doch nicht nur das richtige Winterquartier und eine aufmerksame Pflege sind wichtig für eine schöne Topfrose. Bekanntlich sind Rosen Tiefwurzler, und das gilt auch für die Mini-Sorten im Topf. Außerdem ist der Wurzelraum im Topf sehr begrenzt, und die Nährstoffe in der Erde bald aufgebraucht. Selbst dann, wenn regelmäßig gedüngt wird. Deshalb sollte eine Topfrose spätestens dann ein größeres Gefäß erhalten, wenn ihre Wurzeln die Topfwand erreichen und/oder due Erde verdichtet ist.
Das Gefäß sollte eine Tiefe von ungefähr 30 bis 40 Zentimeter haben und nicht zu klein im Durchmesser sein. Auch Abzugslöcher für das Gießwasser sind nötig.
Beim Umtopfen sollten aber verfaulte Wurzeln mit einer scharfen Schere abgeschnitten werden. Als untere Schicht im Topf macht sich eine Drainage aus Blähton, Tonscherben oder Splitt gut. Das Substrat sollte locker und nährstoffreich sein.
Entweder nimmt man eine spezielle Rosenerde oder mischt eine hochwertige Pflanzenerde mit etwas Sand. Und wer seiner Topfrose etwas besonders Gutes tun möchte, der setzt neben sie noch ein Kraut wie Katzenminze oder Salbei dazu. Diese reichern die Erde an, unterstützen das Wachstum und sorgen - ein großer Pluspunkt– für ein angenehmes Aroma im Zimmer.