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Kriminalität

Kreise: Maschsee-Mörder war bei Festnahme bewaffnet

Der sogenannte Maschsee-Mörder soll erneut Straftaten begangen haben. (Archivbild)

Der sogenannte Maschsee-Mörder soll erneut Straftaten begangen haben. (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa

Der als Maschsee-Mörder bekannte 37-Jährige wurde bei seiner Festnahme in Düsseldorf mit mehreren Messern aufgegriffen. Nun sitzt er erneut in Untersuchungshaft.

Von dpa Freitag, 16.01.2026, 13:10 Uhr

Düsseldorf. Der sogenannte Maschsee-Mörder soll bei seiner Festnahme in Düsseldorf bewaffnet gewesen sein. Er habe mehrere Messer bei sich gehabt, als er im Düsseldorfer Hauptbahnhof von Polizisten gestellt wurde, hieß es aus Sicherheitskreisen. Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet.

Der 37-Jährige soll nach seiner Freilassung aus der Haft seine Freundin misshandelt haben. Er sitzt nach wenigen Monaten in Freiheit deswegen in Untersuchungshaft. Gegen den 37-Jährigen wird wegen Geiselnahme und gefährlicher Körperverletzung ermittelt, wie die Staatsanwaltschaft mitgeteilt hatte.

Der Maschsee-Mord

Der heute 37-Jährige hatte 2012 eine 44-jährige Prostituierte getötet, zerstückelt und die Leichenteile in den Maschsee in Hannover geworfen. Pure Mordlust habe ihn getrieben, stellte das Landgericht Hannover bei seiner Verurteilung fest. 

Das Gericht verurteilte ihn zu zwölf Jahren Haft wegen Mordes und wies den Mann in eine Psychiatrie ein. Aufgrund einer schweren Persönlichkeitsstörung und wegen seines Alkohol- und Drogenmissbrauchs sei er zur Tatzeit vermindert schuldfähig gewesen. Dadurch entging er einer lebenslangen Haftstrafe. 

Seine Gewaltfantasien machten den Mann zu einer tickenden Zeitbombe, hatte seine damalige Freundin gewarnt. Er habe ihr angekündigt, weiter töten zu wollen. Ein psychiatrischer Gutachter hatte dem Mörder ein hohes Rückfallrisiko attestiert. Weitere extreme Gewalttaten seien jederzeit denkbar und die Chancen einer Therapie klein, hatte der Psychiater gesagt.

In der Wohnung des Mannes hatten die Fahnder damals neben Messern und einer Armbrust auch ein Foto des rechtsradikalen norwegischen Massenmörders Anders Breivik gefunden.

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