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2. Fußball-Bundesliga

Keine Fan-Gespräche: Hertha fordert Respekt für Reese

Für Fabian Reese wird das Zweitliga-Topspiel bei seinem Ex-Verein Hertha BSC besonders emotional. (Archivbild)

Für Fabian Reese wird das Zweitliga-Topspiel bei seinem Ex-Verein Hertha BSC besonders emotional. (Archivbild) Foto: Andreas Gora/dpa

Fabian Reeses Rückkehr zu Hertha birgt Zündstoff. Der Club wirbt um Respekt für seinen Ex-Kapitän und stellt sogar eine offizielle Verabschiedung in Aussicht.

Von dpa 03.11.2026, 09:40 Uhr

Berlin. Hertha BSC wirbt vor der brisanten Rückkehr seines früheren Publikumslieblings Fabian Reese um Respekt, plant aber keinen gesonderten Austausch mit den eigenen Fans. „Fabian Reese hat sich über drei Jahre hinweg stets in den Dienst unseres Vereins gestellt und sich diese Form der Reaktionen aus unserer Sicht nicht verdient“, teilte der Berliner Fußball-Zweitligist auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Zwar habe der Verein Verständnis dafür, dass ein Wechsel „Enttäuschung und Emotionen auslösen kann“. Zugleich betonte Hertha vor dem Topspiel des Berliner Tabellenführers gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (20.30 Uhr/Sky): „Wir wünschen uns, dass Fabian bei seiner Rückkehr den Respekt erfährt, den er sich bei uns erarbeitet hat.“

Wird Reese sogar offiziell verabschiedet?

Auf besondere Maßnahmen vor dem Wiedersehen verzichtet der Club. „Einen gesonderten Austausch mit den Fans oder die Vereinbarung eines ‚Verhaltenskodexes‘ im Vorfeld der Partie planen wir nicht“, hieß es. Geschäftsführer Peter Görlich habe sich bereits mehrfach deutlich positioniert. „An unserer Haltung hat sich nichts geändert“, stellte der Club klar.

Auf die Frage, ob Reese im Olympiastadion offiziell verabschiedet werde, antwortete der Verein der „Bild“: „Eine wertschätzende Abschiedskultur ist für Hertha BSC ein wichtiger Bestandteil unseres Selbstverständnisses. Wir wissen um die Verdienste von Fabian Reese für unseren Verein und werden dieser Wertschätzung selbstverständlich Rechnung tragen. Zu den konkreten Planungen können wir uns zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern.“

Wer trieb den Reese-Wechsel voran?

Reese war im Sommer nach drei Jahren bei Hertha zum Zweitliga-Rivalen VfL Wolfsburg gewechselt. Der 28-Jährige war das Gesicht des Berliner Vereins. Viele Hertha-Fans empfanden den Wechsel daher als Vertrauensbruch. Seit seinem Transfer wird Reese in den sozialen Medien angefeindet und auf dem Feld regelmäßig ausgepfiffen. 

In einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“ hatte Reese im Sommer angedeutet, dass Hertha mit einem Verkaufswunsch an ihn herangetreten sei. „Mir wurde gesagt: Pass auf, Fabian, wir müssen Geld generieren, und für dich wäre ein Wechsel die beste Möglichkeit, um in deiner Karriere den nächsten Step zu machen.“ Geschäftsführer Görlich widersprach dieser Darstellung später allerdings und betonte, die Initiative sei nicht vom Verein ausgegangen.

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