Ende einer Ära in Polen? Lewandowski deutet Rücktritt an
Kann das WM-Aus für Polen kaum fassen: Robert Lewandowski Foto: Pontus Lundahl/TT NYHETSBYRÅN/AP/dpa
Robert Lewandowski hat das Nationalteam Polens lange geprägt und Rekorde gebrochen. Für das Ziel WM 2026 gab er gar den Rücktritt vom Rücktritt - doch das hat er verfehlt. Was sind die Konsequenzen?
Solna. Die verpasste WM-Qualifikation dürfte auch das Ende der Ära von Robert Lewandowski im polnischen Fußball-Nationalteam bedeuten. Darauf lässt zumindest ein Instagram-Post des 37 Jahre alten Angreifers nach dem 2:3 im Playoff-Duell mit Schweden deuten, das er mit dem Lied „Time To Say Goodbye“ von Sarah Brightman und Andrea Bocelli untermalte. Dazu postete der frühere Bayern-Profi ein Bild von sich, wie er mit der Kapitänsbinde in der Hand und mit Tränen in den Augen traurig ins Publikum winkt.
Auf den Post angesprochen bestätigte Lewandowski aber nicht, dass er definitiv nicht mehr für Polen spielen werde. Das sei keine Bekanntgabe seiner Entscheidung, sondern eine „Botschaft an die Fans, die an uns geglaubt haben“. Für sie sei es „genauso schwer ist wie für uns“. Er wisse im Moment nicht, wie es für ihn weitergehen werde. „Ich muss mir Zeit nehmen und darüber nachdenken, anstatt jetzt schon Aussagen zu treffen.“
Rekordmann Lewandowski
Lewandowski hatte sein Debüt in Polens Nationalmannschaft 2008 gegeben. Seitdem bestritt der heutige Profi des FC Barcelona 165 Länderspiele, in denen ihm 89 Tore gelangen - in beiden Statistiken ist er Rekordhalter seines Heimatlandes.
Im vergangenen Juni war der Stürmerstar nach einem Konflikt mit dem damaligen Nationaltrainer Michal Probierz aus dem Nationalteam zurückgetreten. Probierz hatte dem Angreifer die Kapitänsbinde entzogen, trat dann aber selbst zurück. Der neue Trainer Jan Urban holte Lewandowski als Kapitän zurück - doch für die WM-Qualifikation reichte auch das nicht.

Lewandowski spielte mit einer Schutzmaske im Gesicht. Foto: Jonas Ekströmer/TT/TT NEWS AGENCY/AP/dpa