Bürgerdialog und Gegendemo

AfD-Dialog zieht 150 Besucher und 150 Gegner an

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah bei seiner Rede in Gifhorn.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah bei seiner Rede in Gifhorn. Foto: Christian Brahmann/dpa

Drinnen diskutiert die AfD mit rund 150 Anhängern, draußen demonstrieren genauso viele Gegner. Der wohl bekannteste Politiker im Saal beantwortet aber zunächst Fragen zu seiner Gesundheit.

Von dpa 29.06.2026, 22:20 Uhr

Wesendorf. Eine AfD-Veranstaltung hat in Wesendorf im Landkreis Gifhorn nach Angaben der Veranstalter rund 150 Befürworter angezogen. Draußen vor dem Saal demonstrierten nach Angaben eines Organisationsbündnisses etwa genauso viele AfD-Gegner. Die AfD-Bundestagsfraktion hatte zum Dialog mit den drei Abgeordneten Micha Fehre, Olaf Hilmer und Maximilian Krah geladen. 

Rund 150 Menschen demonstrierten im Landkreis Gifhorn gegen eine AfD-Veranstaltung.

Rund 150 Menschen demonstrierten im Landkreis Gifhorn gegen eine AfD-Veranstaltung. Foto: Christian Brahmann/dpa

Die drei Bundestagsmitglieder kritisierten vor allem die Bundesregierung für ihr aktuelles Handeln. Deutschland sei auf den Wandel, der etwa durch die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz nötig werde, überhaupt nicht vorbereitet, sagte Krah. Er trat mit einer Manschette am Kopf auf, weil er nach eigenen Angaben eine Operation am Unterkiefer hatte. 

Die drei AfD-Bundestagsabgeordneten Micha Fehre (l-r), Olaf Hilmer und Maximilian Krah kritisierten bei einem Bürgerdialog im Landkreis Gifhorn vor allem die Bundesregierung.

Die drei AfD-Bundestagsabgeordneten Micha Fehre (l-r), Olaf Hilmer und Maximilian Krah kritisierten bei einem Bürgerdialog im Landkreis Gifhorn vor allem die Bundesregierung. Foto: Christian Brahmann/dpa

Krah spielt zwar aktuell keine führende Rolle in der AfD, er hatte aber durch diverse Schlagzeilen etwa im Europawahlkampf 2024 bundesweite Bekanntheit erreicht. Gegen ihn läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Bestechlichkeit und Geldwäsche im Zusammenhang mit chinesischen Zahlungen. Die Tatvorwürfe beziehen sich auf seine frühere Mandatstätigkeit als Europaabgeordneter. Der AfD-Politiker hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

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