Warum einfach, wenn’s schwerer geht?
Staatliche Behörden kommen offenbar schlecht aus eingefahrenen Bahnen. Ein beredtes Beispiel liefert die Landesregierung aktuell mit ihrem Hinweis auf den Schutz vor Radon am Arbeitsplatz. Ja, Radon kann durch radioaktive Strahlung in dauerhaft erhöhter Dosis bei Menschen Krebs auslösen. Es wäre auch verfehlt, die Sache auf die leichte Schulter zu nehmen. Allerdings bestehen Radon-Risiken schon seit Menschengedenken. Deshalb wäre es im Zuge der Corona-Pandemie geradezu ein Geistesblitz gewesen, die Vorschriften in Radon-Vorsorgegebieten wie Goslar, Braunlage und Clausthal-Zellerfeld vorübergehend auszusetzen. Stattdessen weist das staatliche Gewerbeaufsichtsamt in Braunschweig dieser Tage eigens noch mal darauf hin, dass Arbeitgeber bis spätestens Juni in Sachen Radon-Messung tätig werden sollen.
