Falken-Spieler Mario Strobel für vier Partien gesperrt
Lange Zwangspause für Mario Strobel (re.): Nach seiner Matchstrafe in Salzgitter kann er erst wieder am 26. Dezember auflaufen. Foto: Neuendorf
Die Harzer Falken treffen am Sonntag im Wurmbergstadion auf die Harsefeld Tigers. Das Team aus Braunlage kämpft dabei mit personellen Problemen. Vor allem Nils Bergk und Mario Strobel fallen lange aus.
Zweiter Heimauftritt für die Harzer Falken: Der Tabellenführer der Eishockey-Regionalliga hat am Sonntag, 18 Uhr, die Harsefeld Tigers im Wurmbergstadion zu Gast und will sein viertes Saisonspiel gewinnen.
Das sollte gelingen, auch wenn sich der Aufsteiger mit einigen Weltenbummlern aus Übersee verstärkt hat. Für die Tigers, die erst seit dem 8. Oktober auf dem Eis stehen, ist es der erste Auftritt in dieser Saison überhaupt. Zuletzt gelang immerhin ein 9:6-Testspielsieg gegen Timmendorf, zu dem der Kanadier Guillaume Vachon drei Treffer beisteuerte.
Bei den Falken trafen zuletzt gute und schlechte Nachrichten aus dem Personalsektor ein. Das Positive zuerst: Kapitän Artjom Kostyrev ist nach seinen Rückenbeschwerden ebenso wieder einsatzbereit wie Max Bauer und David Jansieniak. Der Zugang aus Salzgitter hat sich zwar einen Zeh gebrochen, der Arzt habe ihm aber grünes Licht für einen Einsatz gegeben, sagt Trainer Jan Bönning.
Er muss in den kommenden Wochen allerdings mit fünf Verteidigern auskommen, da Nils Bergk wegen der in Salzgitter erlittenen Schulterverletzung für unbestimmte Zeit ausfällt. Auch auf Mario Strobel müssen die Falken länger verzichten. Der Angreifer wurde nach seiner Matchstrafe in Salzgitter für vier Spiele gesperrt.
Das bringt Bönning auf die Palme, denn wegen der wenigen Spiele in der Hauptrunde kann der 19-Jährige erst wieder am 2. Weihnachtstag im Heimspiel gegen Adendorf eingesetzt werden. Strobel ist damit für fast neun Wochen raus. Dass ein Check gegen Kopf und Nacken entsprechend geahndet werden müsse, sei völlig nachvollziehbar, sagt Bönning. „Mario hat sich bisher aber nie etwas zuschulden kommen lassen“, meint der Falken-Trainer weiter. Dass ein junger Spieler derart in seiner Entwicklung gebremst werde, wolle er nicht hinnehmen.
Der Verein hat inzwischen eine Stellungnahme abgegeben, um die Strafe zu reduzieren. Strobel soll jetzt beim Oberligisten Saale Bulls Halle, für den er mit einer Förderlizenz ausgestattet worden ist, verstärkt mittrainieren, um wenigstens seine Form zu halten. Zum Vergleich: Wäre der Spieler in der Oberliga für vier Begegnungen gesperrt worden, hätte er diese wegen des regelmäßigen Spielbetriebs innerhalb von zwei Wochen absitzen können.
Noch offen ist, wann das am Donnerstag ausgefallene Spiel gegen den ECWSande nachgeholt wird. Im Gespräch ist ein Termin Anfang des nächsten Jahres. Die Norddeutschen hatten eine Spielverlegung beantragt, weil sie nach der schweren Verletzung eines Gästespielers in der abgebrochenen Partie gegen den Hamburger SV unter Schock standen. Der HSV hat inzwischen ein Spendenkonto eröffnet, um der Familie des 23-Jährigen angesichts möglicher hoher Behandlungskosten finanziell zu unterstützen.