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Tourismus in Braunlage

GZ Plus IconMaritim-Kette kündigt Notverkäufe an

Die Zukunft des Maritim-Berghotels in Braunlage ist derzeit unklar. Die Kette überlegt, einzelne Standorte aufzugeben. Archivfoto: Brabanski

Die Zukunft des Maritim-Berghotels in Braunlage ist derzeit unklar. Die Kette überlegt, einzelne Standorte aufzugeben. Archivfoto: Brabanski

Braunlage. Noch ist unklar, welche Maritim-Hotels von dem angekündigten Notverkauf betroffen wären. In Braunlage jedenfalls brodelt die Gerüchte-Küche auch deshalb, weil die Kette offiziell noch keinen Nachfolger für den nach Bad Salzuflen gewechselten Direktor Burkhard Otto-Küstner ernannt hat. Eine Sprecherin des Hotel-Konzerns hält auf Anfrage einen Notverkauf des Maritim-Berghotels Braunlage dennoch für unwahrscheinlich.

Von Michael Eggers Sonntag, 18.04.2021, 11:18 Uhr

Wegen knapper Kassen in der Corona-Krise sieht sich die Hotelkette eigenen Angaben zufolge gezwungen, sich von einem Teil ihrer Standorte zu trennen. Aufsichtsratsvorsitzende Monika Gomolla, die Tochter des Konzerngründers Hans-Joachim Gomolla, sorgte für bundesweite Aufmerksamkeit, weil sie mitteilte, die Hotelkette habe wegen der Corona-Krise einen Liquiditätsverlust von 140 Millionen Euro verkraften müssen.

Staatliche Hilfen seien nahezu ausgeblieben, es seien bisher nur zwei Millionen Euro ausgezahlt worden, erklärte Monika Gomolla, die unterstrich, dass die Lage für die Hotellerie sehr ernst sei.

Obwohl das Unternehmen vor der Pandemie über hohe Liquiditätsreserven verfügt habe, müssten nun wohl Hotel-Notverkäufe das Überleben sichern, erklärte Gommolla weiter.

Das Unternehmen hat weltweit 5000 Beschäftigte in insgesamt 40 Hotels. In Deutschland gibt es 29 Maritim-Hotels mit 3000 Beschäftigten.

Das Maritim-Berghotel Braunlage gehört zu den ersten Standorten der Kette. Es ist 1973 eröffnet worden und verfügt über 600 Betten in 309 Zimmern.

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