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Nach Insolvenzverfahren

Am Mittwoch schließt das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Salzgitter

Ein Notarzt-Fahrzeug steht vor dem betroffenen Krankenhaus

Das St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter wird seinen Betrieb zum 30. September 2026 einstellen. Foto: Privat

Schon in zwei Tagen: Das Krankenhaus in Salzgitter-Bad stellt nach einem Insolvenzverfahren endgültig den Betrieb ein. Was das für Beschäftigte und Patienten bedeutet.

Von Redaktion 28.09.2026, 10:13 Uhr

Salzgitter. Das St. Elisabeth-Krankenhaus Salzgitter wird seinen Betrieb zum 30. September 2026 einstellen. Das gibt die Presseabteilung heute Morgen bekannt. „Trotz intensiver Bemühungen aller Beteiligten ist es nicht gelungen, einen Investor zu gewinnen und eine wirtschaftlich tragfähige Perspektive für den Standort zu sichern“, heißt es weiter.

Insolvenzantrag am Anfang des Jahres

Das Krankenhaus hatte am 26. Februar 2026 Insolvenzantrag gestellt; am 1. Mai 2026 wurde das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet. Ziel des Verfahrens war es, im Rahmen eines Investorenprozesses einen Partner für die Fortführung und langfristige Sicherung des Standorts zu finden. „In den vergangenen Monaten wurden mit Nachdruck tragfähige Konzepte geprüft. Da diese Bemühungen im derzeit äußerst schwierigen Umfeld erfolglos blieben und der Investorenprozess letztlich scheiterte, sah sich die Geschäftsführung nunmehr gezwungen, den Klinikbetrieb vollständig einzustellen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Wie geht es weiter?

„Unter den gegebenen, hochgradig schwierigen Branchenbedingungen war eine wirtschaftlich tragfähige Fortführung des Klinikbetriebs am Standort leider nicht mehr möglich“, erklärt Geschäftsführer Sebastian Margaschewski.

Die medizinische Versorgung der derzeit behandelten Patientinnen und Patienten hat auch in dieser Phase höchste Priorität. Für einen geordneten Schließungsprozess werden ab sofort keine neuen Patientinnen und Patienten mehr aufgenommen; das Haus nimmt zudem nicht mehr an der Notfallversorgung teil. Bis zum 30. September 2026 werden stationäre Patientinnen und Patienten entlassen oder in enger Abstimmung mit den regionalen Gesundheitsdiensten in geeignete Kliniken verlegt.

Wie viele Beschäftigte sind betroffen?

Von der Schließung sind rund 250 Beschäftigte betroffen. In einer außerordentlichen Mitarbeiterversammlung am 28. September 2026 wurde die Belegschaft über die Betriebseinstellung informiert.

Der Generalhandlungsbevollmächtigte Christoph Enkler von der Kanzlei Brinkmann und Partner, der das Verfahren begleitet, erklärt: „Wir haben alle verfügbaren Handlungsspielräume genutzt und einen intensiven Investorenprozess geführt, um unter den schwierigen Marktbedingungen tragfähige Lösungen für die Beschäftigten und den Standort zu finden. Die für eine Übernahme erforderlichen Voraussetzungen konnten jedoch von den Interessenten und den beteiligten Dritten nicht geschaffen werden“.

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