Elegantes Eislaufen in Schierke
Blick auf das umgebaute Eisstadion in Schierke. Das Stadion wird an diesem Freitag feierlich eröffnet. Foto: Bein
Schierke. Der Ausflugsort Schierke am Fuß des Brockens hat wieder ein Eisstadion. Erste geladene Gäste testeten in dieser Woche das Eis in der neuen Feuerstein-Arena. Von diesem Freitag an sind Eishockey und Schlittschuhlaufen möglich. Eislauffreunde können bis zum Ende der Saison im kommenden März in der Arena ihre Runden drehen.
Schierke. Der Ausflugsort Schierke am Fuß des Brockens hat wieder ein Eisstadion. Erste geladene Gäste testeten in dieser Woche das Eis in der neuen Feuerstein-Arena. Von diesem Freitag an sind Eishockey und Schlittschuhlaufen möglich. Eislauffreunde können bis zum Ende der Saison im kommenden März in der Arena ihre Runden drehen.
Der Neubau entstand am Ort des alten Eisstadion. Er wurde mit rund 9 Millionen Euro deutlich teurer als geplant. Der Landesrechnungshof sprach von einer Verdreifachung der Kosten und hatte die Planung des Projekts kritisiert. Die Arena fasst bis zu 4900 Besucher. Die Eisfläche ist 56 mal 27 Meter groß und entspricht kanadischem Maß.
Schierke mit rund 500 Einwohnern gehört zur Stadt Wernigerode und hoffte seit Jahrzehnten auf eine Kunsteisbahn, um den Eissport wieder anzukurbeln. 1950 waren die ersten Wintersportmeisterschaften der DDR in der alten Arena eröffnet worden. Das neue Areal soll außerhalb der Wintersaison als Multifunktionsarena für Sport- und Kulturveranstaltungen genutzt werden.
Das Bauwerk soll zu einem weiteren wichtigen Anlaufpunkt der Stadt werden, doch es hat nicht nur Freunde. Der Präsident des Landesrechnungshofs in Sachsen-Anhalt, Kay Barthel, ließ den millionenschweren Umbau prüfen. Nach seinen Angaben verdreifachten sich die anfänglich angesetzten Kosten nahezu auf 9,3 Millionen Euro. Das Bauministerium drehte im Sommer den Geldhahn zu und erklärte, keinen Cent mehr als die bereits geflossenen 6,7 Millionen Euro zu überweisen. Wernigerode musste umschichten, entzog die Mehrkosten anderen Projekten.
Mit der Arena steht ein architektonisches Ausrufezeichen am Ufer der Kalten Bode. Das Dach gilt als Wahrzeichen des Ortes. Stark geschwungen in Form eines Kartoffelchips spannt es sich in weitem Bogen über die Eisfläche. Die Membran ist teflonbeschichtet, nur einen halben Millimeter dick und trotzdem extrem belastbar. Es soll den in Schierke üblichen Starkwetterlagen standhalten und bis zu eineinhalb Meter Schnee tragen können. dpa