PETA stellt Strafanzeige wegen getöteter Schweine in Klein Flöthe
Der Stall gehört zu einem Fleischereibetrieb. Foto: BlaulichtSZ
Nach dem Stallbrand in Klein Flöthe mit Hunderten toten Schweinen erstattet PETA Anzeige. Wie die Tierrechtsorganisation die Anzeige rechtfertigt.
Klein Flöthe. Nach dem verheerenden Brand in einem Schweinestall in Klein Flöthe (Landkreis Wolfenbüttel) hat die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig gestellt. Bei dem Feuer am 7. Januar kamen nach Angaben der Feuerwehr rund 260 Schweine ums Leben. Etwa 130 Tiere konnten gerettet werden.
PETA teilte mit, die Anzeige sei am 8. Januar erstattet worden. Ziel sei es, mögliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz prüfen zu lassen. Nach Auffassung der Organisation würden Todesfälle bei Stallbränden häufig durch unzureichende Brandschutzmaßnahmen und eine mangelhafte Löschwasserversorgung begünstigt.
„Der Tod eines jeden Tieres, das bei einem Stallbrand aufgrund mangelnder Brandschutzmaßnahmen stirbt, wurde billigend in Kauf genommen“, erklärte Julia Weibel, Fachreferentin bei PETA, in einer Pressemitteilung. Die Organisation fordert eine Verschärfung gesetzlicher Regelungen zum Brandschutz in Tierhaltungsanlagen.
Das ist passiert
Der Brand war gegen 11.30 Uhr in einem Schweinestall auf einem landwirtschaftlichen Betrieb ausgebrochen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand das Gebäude bereits in Vollbrand, wie Louis Jacobi, Pressesprecher der Feuerwehr Oderwald, gegenüber der GZ berichtete. Zunächst sei eine Riegelstellung aufgebaut worden, um angrenzende Gebäude zu schützen.

Feuerwehren waren mit einem Großaufgebot vor Ort, um den Brand zu löschen. Foto: BlaulichtSZ
Im weiteren Verlauf betraten Einsatzkräfte unter Atemschutz den Stall und belüfteten das Gebäude von außen. Dadurch konnten mehr Tiere gerettet werden als zunächst angenommen. Die überlebenden Schweine wurden verladen und in einer benachbarten Scheune untergebracht.
Brandursache weiter unklar
Die Brandursache ist bislang ungeklärt. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen und schätzt den entstandenen Schaden auf einen hohen sechsstelligen Betrag. Die Löscharbeiten dauerten bis in den Nachmittag an.
Eine Anfrage an die Staatsanwaltschaft Braunschweig blieb bislang unbeantwortet.
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