Freitag, 11.06.2021, 12:07 Uhr
Update

Weitere Spuren und Erkenntnisse im Vermisstenfall Karsten M.

Groß Döhren. Im Vermisstenfall des Groß Döhreners Karsten M. bittet die Polizei erneut um Mithilfe und Hinweise aus der Bevölkerung.

Die schnell nach dem Verschwinden des 51-Jährigen Mitte April eingesetzte Mordkommission „Fortuna“ sucht noch immer fieberhaft nach dem Mann. Blutspuren im Garten und im Pkw lassen darauf schließen, dass der Familienvater nicht mehr am Leben ist, heißt es.

Seit einigen Wochen befindet sich ein 50-jähriger Bundespolizist als dringend tatverdächtig in Untersuchungshaft. Der mit dem Vermissten befreundete Mann aus Othfresen bestreitet allerdings die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Da der Leichnam von M. bislang noch nicht gefunden werden konnte, bittet die Polizei um Mithilfe aus der Bevölkerung.

Im Rahmen der Ermittlungen seien ungewöhnliche Einkäufe des Beschuldigten aufgefallen, für die es trotz intensiver Bemühungen im derzeit bekannten persönlichen Umfeld des Beschuldigten keine nachvollziehbaren Beweggründe gibt, teilten die Ermittler gegenüber der GZ mit. So habe der Beschuldigte am 20. April dieses Jahres zwei Rasengitterplatten und acht Baustahlmatten gekauft. Ferner wurden durch den 50-Jährigen am 30. April insgesamt acht Bauzaunelemente sowie acht Betonfüße gekauft. Für die Käufe hatte der Beschuldigte in dem Zeitraum verschiedene Fahrzeuge (Transporter/Anhänger) gemietet. Diese Gegenstände seien im Rahmen der groß angelegten Durchsuchungsaktion am 18. Mai, bei der der Beschuldigte festgenommen wurde, nicht gefunden worden. Auffällig sei jedoch, dass diese jeweils in engem zeitlichen Zusammenhang zu bestimmten Ermittlungshandlungen der Mordkommission liegen, teilte Polizeisprecher Markus Lüdke mit.

Baustelle gesucht

Der Bereich Hannover, Expo-Gelände, und auch der Flughafen Langenhagen, könnten nach derzeitigem Ermittlungsstand als möglicher Ablageort des Leichnams nicht ausgeschlossen werden, so die Ermittler. Es sei durchaus möglich, dass diese Umzäunung immer noch eingerichtet ist. Daher wendet sich die Mordkommission mit folgenden Fragen an die Bevölkerung:

  • Wem aus dem persönlichen Umfeld des Beschuldigten sind diese Einkäufe oder Bauaktivitäten bekannt?;
  • Wer aus dem Bekannten- und Freundeskreis kann nähere Angaben zu einer möglichen Baustelle machen?;
  • Wer aus dem persönlichen Umfeld des Beschuldigten hat von dem Beschuldigten die Bauzäune für seine eigenen Bautätigkeiten geliefert bekommen?;
  • Wem ist im Zeitraum zwischen dem 30.April und dem 17.Mai eine Baustellenabsicherung dieser Größenordnung aufgefallen, an der bis heute nicht gearbeitet wurde, die also nur als Absperrung dient?

Die Mordkommission bittet die Bevölkerung darum, bei künftigen Spaziergängen auf eine mögliche maximal 50 Quadratmeter große eingezäunte Fläche zu achten, auf der offensichtlich nicht gearbeitet wird. HInweise an die Polizei unter Ruf: (05321/3390)


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