Mit dem Elektro-Faltrad sowie Bus und Bahn zur Arbeit
Die Projektbeteiligten (v.l.): Gundula van Haßelt (Regionalverband), Fabian Degen (Wirtschaftsregion Helmstedt), Martin Silberborth (Harzer E-Bike), Professor Mark Vollrath (TU Braunschweig), Thomas Sturm (Energie-Ressourcen-Agentur), Daniel Tomowski (Wirtschaftsförderung Region Goslar). Foto: Privat
Nach Ansicht der Teilnehmer eines Faltrad-Projektes zeigen die Ergebnisse der Untersuchung, dass Fahrrad, Bus und Bahn eine Alternative zum Auto sein können, um zur Arbeit zu kommen.
Harz/Braunschweig. Ob eine Kombination aus Elekro-Faltrad sowie Bus und Bahn das Auto für die Fahrt zur Arbeit ersetzen kann, war im vorigen Jahr Thema des Faltradprojektes in den Landkreisen Goslar und Helmstedt. Bei einer Präsentation an der TU Braunschweig zeigten sich Projektbeteiligte und Unterstützer erfreut über die Ergebnisse.
24 Frauen und Männer hatten 2024 jeweils für zwei Monate ein E-Faltrad und ein Deutschlandticket als Alternative zum Auto genutzt, um mit Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit zu kommen. Nach Auswertung der Ergebnisse zeigte sich, dass dadurch die Autofahrten zur Arbeit um mehr als die Hälfte reduziert wurden. „Hier gibt es großes Potenzial für eine Reduktion des CO-2-Ausstoßes“, erklärt Thomas Sturm, der das Projekt für die Energie-Ressourcen-Agentur Goslar (ERA) leitet. „Jetzt ist es unser Ziel, die Aktion auszuweiten und noch mehr Menschen für das klimafreundliche Pendeln zu begeistern.“ Ein Drittel der Teilnehmer hatte erklärt, weiterhin auf diese umweltfreundliche Weise zur Arbeit und zurück nach Hause zu pendeln.
Die Energie-Ressourcen-Agentur Goslar und die Wirtschaftsregion Helmstedt haben das Projekt gemeinsam mit der TU Braunschweig vorbereitet, unterstützt wurden sie von der Firma Harzer E-Bike, gefördert durch das Programm „Rauf aufs Rad“ des Regionalverbands Großraum Braunschweig. Alle Beteiligten zeigten sich zufrieden mit den Ergebnissen der Pilotphase.
Nach der Einschätzung am Lehrstuhl für Ingenieur- und Verkehrspsychologie unter Leitung von Professor Mark Vollrath bietet das E-Faltrad die Möglichkeit, bequem auch weiter entfernte Haltestellen von Bus und Bahn zu erreichen. Dadurch verbessere sich die Anbindung. Geeignet sei das Modell für einfache Wegstrecken zwischen 10 und 80 Kilometern.
Im Rahmen des Projektes wurde den Teilnehmern kostenlos ein E-Faltrad und ein Deutschlandticket für zwei Monate zur Verfügung gestellt. Zusätzlich gab es eine individuelle Mobilitätsberatung für die günstigste Streckenführung. Um das Projekt auszuweiten und noch mehr Erkenntnisse zu erhalten, wie auf das Auto verzichtet werden kann, werden nun Projekt- und Finanzierungspartner gesucht. Weitere Informationen gibt es im Internet: www.entspannt-zur-arbeit.de.
Zugleich wirbt der Regionalverband Großraum Braunschweig für die mittlerweile 7. Runde von „Rauf aufs Rad“. Bis Dienstag,18. März, können sich Vereine, Kommunen, Verbände oder einzelne Fahrradfreunde bewerben. Der Verband informiert auf seiner Internetseite unter dem Stichwort Rauf aufs Rad über das Projekt: www.regionalverband-braunschweig.de.