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CDU-Bewerber aus Clausthal-Zellerfeld

Dr. Constantin Weigel setzt sich als Bundestagskandidat durch

Hat sich durchgesetzt: Dr. Constantin Weigel (r.) aus Clausthal-Zellerfeld gewinnt die Wahl zur Nominierung als CDU-Bundestagskandidat für den Wahlkreis (52) Goslar-Osterode-Northeim gegen die beiden Northeimer David Artschwager (l.) und Anskar Lürig.

Hat sich durchgesetzt: Dr. Constantin Weigel (r.) aus Clausthal-Zellerfeld gewinnt die Wahl zur Nominierung als CDU-Bundestagskandidat für den Wahlkreis (52) Goslar-Osterode-Northeim gegen die beiden Northeimer David Artschwager (l.) und Anskar Lürig. Foto: Privat

Damit war nicht unbedingt zu rechnen: Dr. Constantin Weigel aus Clausthal-Zellerfeld hat sich in der parteiinternen Kandidatenkür gegen zwei Bewerber aus Northeim durchgesetzt. Nun ist er CDU-Kandidat für den Wahlkreis Osterode-Northeim-Göttingen.

Von Oliver Stade Samstag, 24.08.2024, 11:00 Uhr

Clausthal/Northeim. Northeim/Clausthal. Mit seiner Nominierung zum CDU-Bundestagskandidaten für den Wahlkreis (52) Goslar-Osterode-Northeim ist Dr. Constantin Weigel, einem 29-jährigen Unternehmer aus Clausthal-Zellerfeld, eine Überraschung gelungen. Aber nicht nur ihm, sondern auch dem CDU-Kreisvorsitzenden Ralph Bogisch, der von einem Coup spricht.

Wie am Freitag gemeldet, hat sich Weigel, der ein Energieberatungsunternehmen leitet, das zur Glücksburg Consulting seines Vaters Prof. Martin Weigel gehört, am Donnerstag bei der Kandidatenkür im Dorfgemeinschaftshaus Langenholtensen bei Northeim überraschend klar durchgesetzt. Weigel erhielt auf Anhieb 118 der 197 Stimmen und damit gleich die absolute Mehrheit. Ein zweiter Wahlgang erübrigte sich also.

Für David Artschwager, CDU-Kreisvorsitzender in Northeim und CDU-Fraktionschef im Stadtrat Bad Gandersheim, stimmten 51 CDU-Mitglieder. Der ebenfalls aus Northeim stammende Anskar Lürig bekam 26 Stimmen. Lürig ist im Kreisvorstand Vize von Artschwager und ein Vertrauter des früheren CDU-Bundestagskandidaten Roy Kühne, für den Lürig einst den Wahlkampf organisierte. Der in Northeim lebende Kühne hatte den Wahlkreis 2021 gegen die Sozialdemokratin Frauke Heiligenstadt verloren. Sie stammt ebenfalls aus dem Raum Northeim und will bei der Wahl 2025 wieder antreten, ein Gegenkandidat aus den eigenen Reihen ist zurzeit nicht bekannt. Die Nominierung ist für den 16. November geplant.

Ob das klare Ergebnis für Constantin Weigel auch daher rührt, dass der Kreisverband Northeim sich nicht auf einen Kandidaten verständigen konnte und mit zwei Bewerbern ins Rennen ging? Wären sich die Northeimer einig gewesen, hätten sie einen eigenen Bewerber locker durchbringen können. Unter den 197 Parteimitgliedern, die am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus Langenholtensen stimmberechtigt waren, gehörten 101 dem Kreisverband Northeim an, 72 stammten aus dem Goslarer Verband, 24 kamen aus dem Altkreis Osterode. Dass ein CDU-Kandidat aus dem Raum Goslar im Wahlkreis Goslar-Osterode-Northeim aufgestellt wurde, ist lange her. Der Bereich ging 2002 aus dem Wahlkreis Northeim-Osterode und einem Teil des aufgelösten Wahlkreises Goslar hervor. Der letzte CDU-Bundestagsabgeordnete aus dem Landkreis Goslar war der Bad Harzburger Arzt Dr. Hans Georg Faust, er gehörte dem Bundestag von 1998 bis 2009 an und zog stets über die Landesliste ins Parlament.

Im Wahlkreis (49) Salzgitter-Wolfenbüttel-Vorharz schickt der CDU-Kreisverband Goslar den Seesener Physiotherapeuten Magnus Hirschfeld ins Rennen, es gibt mehrere innerparteiliche Gegenkandidaten aus Wölfenbüttel. Für den 25. September ist die Nominierungsabstimmung geplant. Den Wahlkreis hat zuletzt Dunja Kreiser von der SPD direkt gewonnen.

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