Häufige Unfälle auf der B241: Hier gilt jetzt Tempo 30
Auch im Dezember 2025 kam es in der Glockenbergkurve zu einem Unfall. Foto: Neuendorf
Nach 96 Unfällen auf der B241 zwischen Goslar und Auerhahn reagiert die Unfallkommission: Jetzt gilt ein Tempolimit.
Goslar. Insgesamt 96 Unfälle auf der Bundesstraße 241 zwischen Goslar und Auerhahn in drei Jahren sind der Unfallkommission genug. Sie reagiert jetzt auf diese Häufung und verhängt auf einzelnen Abschnitten ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde. Die Anordnung steht im Zusammenhang mit der angekündigten Sanierung der Strecke. Wann die Arbeiten genau beginnen, steht noch nicht fest. Zuletzt war wie berichtet ein Starttermin Anfang August angepeilt. Konditionen müssen aber in der nächsten Woche noch mit der Baufirma verhandelt werden, die dieser Tage den Zuschlag für die Arbeiten erhalten hat.
Wo liegt das Problem? Wie berichtet hatten die Experten einen maroden Straßenbelag festgestellt, dem es insbesondere an Griffigkeit mangele. Besonders kritisch stufen die Fachleute die Kurvenbereiche im Bärental, am Glockenberg sowie im Bereich Kreuzeck ein.
Tempolimit als Sofortreaktion
Analysen der Unfallhergänge zeigen demnach ein wiederkehrendes Muster: Bei feuchter Witterung verlieren Fahrer in den Kurven die Kontrolle über ihre Wagen und Motorräder. Mehrfach gab es Verletzte. Um die Sicherheit zu erhöhen, hat die Unfallkommission, der neben der Polizei auch Vertreter der unteren Straßenbehörde beim Landkreis und der Landesbehörde für Straßenbau und Verlehr angehören, Sofortmaßnahmen beschlossen: Bis die Straße erneuert worden ist, gilt auf dem Streckenabschnitt zwischen Glockenbergkurve und Auerhahn ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde. Außerdem werden Verkehrsschilder aufgestellt, die explizit vor der erhöhten Schleudergefahr warnen.
Die Mängel sind nicht unbekannt und sollen in diesem Sommer behoben werden. Seit Anfang des Jahres war klar, dass die Straße nach zwölf Jahren wieder erneuert werden muss. Die Arbeiten müssen allerdings unter Vollsperrung erfolgen, weil die Vorschriften für die Arbeitssicherheit nichts anderes zulassen, wie die Landesbehörde betont.
Nach Bekanntwerden der Pläne in der Öffentlichkeit erhob sich wütender Protest vor allem in Hahnenkleer Gastronomie-Kreisen. Eine mehrwöchige Vollsperrung in der Hauptsaison? Eine Katastrophe und unbedingt zu vermeiden, wie etwa Bocksberg- und Auerhahn-Betreiber Heiko Rataj sagt.
Die Behörden reagierten. In Gesprächen wurde nach Optionen geforscht. Jetzt soll wie berichtet möglichst in verkürzter und nach hinten verschobener Frist repariert werden. Nach Angaben der Stadt Goslar wird ein Start am 3. August angepeilt.
Was nach Aussage von Sprecherin Anna Tietze Heinichen von der Straßenbau-Behörde aber eben noch mit der Firma abgestimmt werden muss. Auch mit den Hahnenkleer Hoteliers und Gastronomen seien Gespräche vereinbart.
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