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Bad Harzburg

Thomas Ebert: Der Herausforderer

<p>Herausforderer Thomas Ebert (SPD).</p>

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Wer überzeugen will, muss seine Meinung mehrheitsfähig machen: kein leichtes Unterfangen für den Herausforderer Thomas Ebert. Wenn das Überzeugen eine Frage der Logik und des Wissens ist, dann ist Ebert dem Amtsinhaber unterlegen. Geht es aber darum, wer „das Ohr am Volk“ hat mit viel Elan, dann argumentiert er seine Ideen wirkungsvoll. Der 47-jährige SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Ratsherr seit 2016 beweist Einsatz für Neues in seiner Heimatstadt. Er ist 14 Jahre jünger als sein Gegenkandidat. Und auch wenn Ebert den Raum nicht automatisch mit natürlicher Präsenz begeistert, sein Motto „#harzburgkannmehr“ spricht Bände. Schließlich geht es ihm darum, Bad Harzburg in die Zukunft zu führen. Seine Kandidatur ist der Grundstein hierfür. Er sieht sich als einer, der den Aufbruch wagt und die Stadt aus einer Starre holt.

Donnerstag, 16.05.2019, 18:54 Uhr

Wer überzeugen will, muss seine Meinung mehrheitsfähig machen: kein leichtes Unterfangen für den Herausforderer Thomas Ebert. Wenn das Überzeugen eine Frage der Logik und des Wissens ist, dann ist Ebert dem Amtsinhaber unterlegen. Geht es aber darum, wer „das Ohr am Volk“ hat mit viel Elan, dann argumentiert er seine Ideen wirkungsvoll. Der 47-jährige SPD-Ortsvereinsvorsitzende und Ratsherr seit 2016 beweist Einsatz für Neues in seiner Heimatstadt. Er ist 14 Jahre jünger als sein Gegenkandidat. Und auch wenn Ebert den Raum nicht automatisch mit natürlicher Präsenz begeistert, sein Motto „#harzburgkannmehr“ spricht Bände. Schließlich geht es ihm darum, Bad Harzburg in die Zukunft zu führen. Seine Kandidatur ist der Grundstein hierfür. Er sieht sich als einer, der den Aufbruch wagt und die Stadt aus einer Starre holt.

Das hat Charme, das ist mutig. „Lasst uns doch mal Gedanken darüber machen!“, ruft er in den Saal. Das kommt bei vielen gut an, auch wenn die politische oder finanzielle Realität das Gegenteil behauptet. Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich aber mitgenommen. Seine offene und freundliche Gewandtheit macht ihn zu einem Sympathieträger.

Kurz und bündig formulieren ist jedoch nicht sein Ding. Auf den wortreichen Entdeckungsreisen nach Herausforderungen und dem Potenzial der Stadt leidet die Glaubwürdigkeit. Es schleicht sich das Gefühl ein, dass der Mann viele Worte macht, aber irgendwie doch nichts Konkretes sagt.

Das hat auch damit zu tun, dass Ebert als Ratsherr Entscheidungen des Verwaltungschefs längst mitgetragen hat. Was kümmert ihn also sein Geschwätz von gestern? Zugegeben: Das ist böse formuliert, aber kritische Nachfragen muss er sich trotzdem gefallen lassen. Worte sind eben nicht nur Schall und Rauch. Beate Stumpf

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