Team „Green Voltage Racing“ baut seinen achten Rennwagen
<p>Green Voltage Racing geht mit frischen Ideen in die neue Saison (von links): Lukas Pawletta, Fabian Glies, Lukas Niemeyer, Jan Pfemeter und Frank Winning. Foto: Ernst</p>
Clausthal-Zellerfeld. Das Team „Green Voltage Racing“ (GVR) startet wieder durch. Bereits zum achten Mal konstruieren und fertigen Studierende der TU Clausthal einen Elektrorennwagen, den GVRacer 8. Mit dem Boliden wollen sie sich für Wettbewerbe der „Formula Student“ qualifizieren. Insbesondere das Großevent in Deutschland auf dem Hockenheimring steht auf dem Wunschzettel.
Gerade sind einige aus dem Team von Testfahrten in Oschersleben zurückgekehrt. „In der dortigen Motorsport-Arena sind wir noch einmal mit dem GVRacer 7 unterwegs gewesen“, sagt Vereinschef Frank Winning, „um in Hinblick auf das kommende Modell einige Einstellungen zu optimieren.“ Der neue Rennwagen ist bereits konstruiert und liegt als digitales Modell vor. Die Rahmendaten: Höchstgeschwindigkeit 130 Stundenkilometer, Beschleunigung von Null auf 100 in gut drei Sekunden, Gewicht 240 Kilogramm. In den kommenden Monaten folgt die Fertigung des grünen Flitzers. Dabei wird das Rennteam von Instituten der TU Clausthal sowie weiteren Sponsoren unterstützt. „Im Mai wollen wir dann möglichst mit den Testfahrten beginnen“, hofft Werkstattleiter Lukas Pawletta, der Wirtschaftsingenieurwesen studiert.
Insgesamt bringen sich rund 40 Studierende aktiv in die Teamarbeit ein. Sie kommen aus 15 verschiedenen Clausthaler Studiengängen. „Das ist auch gut so, denn wir brauchen ganz unterschiedliche Kompetenzen“, so Winning. Im Rahmen der Formula-Student-Wettbewerbe gewinnt nicht das schnellste Auto, sondern das beste Gesamtpaket. Auch Kosten- und Businessplan sowie spezielle Tests spielen eine Rolle.
So haben die Clausthaler die Wintermonate beispielsweise zu Marketingaktivitäten genutzt. Für die Sponsoren haben sie einen hochwertigen Kalender herausgegeben. Die Bilder sind nach dem Motto „Innovation trifft Tradition“ im Welterbe-Bergwerk Rammelsberg entstanden, fotografiert von Christian Kreutzmann (die GZ berichtete). Und neben Aufklebern gibt es jetzt Bierdeckel mit GVR-Motiven. „Wir wollen auf uns aufmerksam machen und neue Studierende und Sponsoren gewinnen“, berichten die Teammitglieder.
Am Freitag wird es für die Crew erstmals in dieser Saison ernst. An diesem Tag nehmen die Clausthaler an den Qualifikationen für die Rennen in Tschechien, Österreich und Deutschland teil. Anspruchsvolle Quizfragen müssen in einer vorgegebenen Zeit möglichst gut beantwortet werden. „Wir treffen uns dazu im Institut für Maschinenwesen, das wird ein harter Tag“, wissen die Studierenden aus den Vorjahren. Schließlich gibt es deutlich mehr Universitäten, die sich bewerben, als Startplätze.
Mitglied bei Green Voltage Racing zu sein, bedeutet eben nicht nur Spaß, sondern auch jede Menge Arbeit. „Das Projekt ist eine gute Vorbereitung auf den Berufsstart“, sagt Jan Pfemeter (Wirtschaftsingenieurwesen), „hier kann man etwas lernen, was so praxisnah in den Vorlesungen nicht vorkommt.“ red
Beim Green Voltage Racing Team gibt es immer etwas zu tun. Ehrenamtliche Studierende konstruieren und bauen hier seit der Vereinsgründung im Jahr 2010 einen elektrischen Rennwagen. Mit ihm treten die Clausthal-Zellerfelder bei Wettbewerben gegen Teams von anderen Universitäten an.
Die Vereinsmitglieder teilen sich in verschiedene Teams auf: darunter Team Elektrik, Team Fertigung, Team Media und Team Sponsoring. Wer mitmachen möchte, kann unter www.gvr-clausthal.de/bewerbung Kontakt mit dem Green Voltage Racing Team aufnehmen. Darüber hinaus gilt: Wer Lust hat, über das Studium hinaus praktische Erfahrungen zu sammeln, kann sich gern dem GVR anschließen. Das große Teamtreffen findet jeweils donnerstags um 19.30 Uhr im Hörsaal des Geologie-Instituts statt.