Polizei sucht „Feuerteufel“ in Bad Sachsa
<p>Keine Pause für die Feuerwehren im Südharz, mehrfach brannte ein Strohballenlager, später auch noch eine Waldhütte. Foto: GZ-Archiv</p>
Bad Sachsa. Von einem „Feuerteufel“, der in Bad Sachsa sein Unwesen treibt, geht die Polizei in Bad Lauterberg nach einer Vielzahl von Bränden aus. Nachdem in jüngster Vergangenheit viele kleinere Feuer an Mülltonnen und Container den Verdacht schürten, wurde Feuerwehren im Südharz am Wochenende von einer Brandserie gefordert.
Am Freitag gegen 21.20 Uhr wurde an der K 14 zwischen Bad Sachsa und Neuhof der Brand von Strohrundballen gemeldet. Neben der Bahntrasse brannten etwa 50 bis 60 aufgeschichtete Strohrundballen. Die Feuerwehren von Bad Sachsa und Neuhof waren bis spät in die Nacht hinein mit Löscharbeiten befasst. Nach den bisherigen Erkenntnissen geht die Polizei von Brandstiftung aus. Der entstandene Sachschaden für den betroffenen Landwirt wird auf rund 4000 Euro geschätzt.
Nur einen Tag später, am Samstag, brannte es gegen 12.15 Uhr erneut an dem Strohballenlager. Wieder mussten die Feuerwehren Bad Sachsa und Neuhof ausrücken, um den Brand zu löschen. Die Ursache für diesen zweiten Brand ist bisher unklar. Er könnte durch selbstständiges erneutes Entfachen des alten Brandherdes, aber auch durch erneute Brandstiftung entstanden sein. Bei dem Löscheinsatz legten die Feuerwehren besonderen Wert darauf, eventuelle Brandnester aufzustöbern und so vorzubeugen, dass sich der Brand nicht mehr von selbst entzünden konnte.
Trotzdem mussten die schon stark belasteten Feuerwehren am Samstag gegen 16.30 h schon wieder ausrücken, um am gleichen Ort die Strohrundballen einmal mehr zu löschen. Vermutlich hatte ein unbekannter Täter das Stroh, diesmal jedoch an anderer Stelle, erneut in Brand gesetzt. Seitens der Polizei wurden wiederum die Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen.
Zeit zum Erholen blieb der Feuerwehr Bad Sachsa aber auch dann nicht viel. Am Sonntag gegen 5.00 Uhr wurde der Brand eines Schuppens in Bad Sachsa, Am Knickberg, gemeldet. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr brannte der Schuppen völlig nieder. Er stand auf einem umzäunten Grundstück direkt im Wald. So war es wohl nur der witterungsbedingten Feuchtigkeit zu verdanken, dass sich der Brand nicht weiter ausbreitete. Die Polizei geht auch in diesem Fall von Brandstiftung aus. Personen kamen bei allen Bränden nicht zu Schaden.