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Malte Michel

Neuer Bezirksschornsteinfeger: Beruf liegt der Familie im Blut

Malte Michel (2.v.l.) zusammen mit seinem Vater Rainer Michel (3.v.l.) und Mutter Petra Michel (r.) sowie Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner und Tim Meißner, Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung. Foto: Hohaus

Malte Michel (2.v.l.) zusammen mit seinem Vater Rainer Michel (3.v.l.) und Mutter Petra Michel (r.) sowie Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner und Tim Meißner, Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung. Foto: Hohaus

Nach 28 Jahren übergibt Rainer Michel seinen Kehrbezirk an seinen Sohn Malte. Der 35-Jährige führt damit die Familientradition in vierter Generation fort. Neben den klassischen Aufgaben wie der Feuerstättenschau bietet er auch Energie- und Umweltberatungen an.

Von Helmut Hohaus Sonntag, 31.03.2024, 11:00 Uhr

Goslar. „Auf Sie kommen nun noch zwei neue Pflichtaufgaben hinzu: der GZ-Glücksschweinchen-Verkauf am Silvestertag und die Funktion als ,Glücksbote‘ beim Goslarer Neujahrsempfang.“ Diese Worte richtete Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner augenzwinkernd an Malte Michel.

Dieser übernimmt nämlich als Bezirksschornsteinfeger ab April den Kehrbezirk seines Vaters Rainer Michel, der in den Ruhestand geht. Damit liegt der Kehrbezirk 10305, der die Stadtteile Oker und Sudmerberg umfasst, nun in der Hand der vierten Generation der Familie Michel. „Wir haben schwarzes Blut“, sagt Malte Michel lachend.

Kindheitswunsch

Der 35-jährige zweifache Familienvater wollte schon als Grundschüler unbedingt Schornsteinfeger werden. Aber auf Anraten seines Vaters absolvierte er zuerst eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik. Anschließend ging er in die Schornsteinfeger-Lehre und war dann zwölf Jahre im Betrieb seines Vaters tätig. Nun führt er diesen weiter und zieht mit seinem Büro zurück in die Blumenstraße 8 in Oker und damit an den Standort, wo die Firma ursprünglich gegründet wurde. Mutter Petra arbeite zudem als Bürokraft mit – sie hat schon ihrem Ehemann beruflich zur Seite gestanden.

Arbeitsreiche Tage liegen nun hinter Malte Michel, bevor er den Staffelstab seines Vaters am Montag übernimmt. Versicherungen, Finanzamt, das neue Büro einrichten, eine lange Liste musste abgearbeitet werden. Zudem werde er noch einen Gesellen beschäftigen, erklärt der frischgebackene Bezirksschornsteinfeger.

Energie- und Umweltberatungen

Was ihm in seinem Beruf am Besten gefällt? Der intensive Kundenkontakt. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Tätigkeiten wie Feuerstättenschau und Abnahmen neuer Feuerungsanlagen bietet der Schornsteinfeger auch weitere Leistungen an. Da sich in den vergangenen Jahren auf diesem Gebiet einiges getan hat, stehen beispielsweise Energie- und Umweltberatungen ganz oben auf der Wunschliste der Kunden – beispielsweise, wenn es um den Austausch von Kaminöfen oder Gas- und Ölheizungen geht.

Natürlich wurde mit der Ernennung seines Sohnes Rainer Michel als Bezirksschornsteinfeger verabschiedet. Schwerdtner dankte ihm für seine langjährige wichtige Arbeit, die er „gern und gut“ gemacht habe. Seit 1994 war er für die Stadt Goslar tätig, seine Lehre absolvierte er 1975.

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