Mehr Orientierung im Förderdschungel
Frank Willecke informiert sich bei Wirtschaftsförderin Ina Hallmann. Foto: Privat
Hornburg. Zu einer Orientierungsberatung hat Frank Willecke, Geschäftsführer von „Willecke’s Lust“ in Hornburg, Wirtschaftsförderin Ina Anja Hallmann vom Landkreis Wolfenbüttel in seiner Waldgaststätte empfangen.
Im Erstgespräch gab die Beraterin einen Einblick in Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten von Bund und Land für anstehende Investitionen des Traditionsbetriebes.
Bereits in fünfter Generation betreibt das Ehepaar Willecke das Familienunternehmen in Hornburg. Frank und Sarah Willecke führen ihre Ausflugsgaststätte seit 2013 und bewirten ihre Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der Region. Familie Willecke kümmert sich seit 2016 zusätzlich um die Grundversorgung von ortsansässigen Kindergärten und Schulen, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises. Hallmann stellte dem Ehepaar eine Auswahl von Finanzierungsmöglichkeiten vor. So sei der „MikroSTARTer Niedersachsen“ beliebt für Investitionen zwischen 5000 und 25.000 Euro, da er keine bankübliche Besicherung erfordert. Dieser kann allerdings nur in den ersten fünf Jahren nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit in Anspruch genommen werden.
Dasselbe gilt für den „Gründerkredit Niedersachsen“, welcher allerdings einen weitaus höheren Kapitalbedarf von bis zu 500.000 Euro decken kann. Dieser ist über die Hausbank zu beantragen. Bestandsunternehmen, die bereits fünf Jahre am Markt sind, können auf den sogenannten „Unternehmerkredit“ zurückgreifen. Kreditbeträge von bis zu maximal 25 Millionen Euro pro Vorhaben sind dabei für Investitionen und Betriebsmittel möglich und müssen ebenso über die Hausbank beantragt werden. Die Kredite werden zu günstigen und risikogerechten Zinssätzen und Konditionen vergeben. Weiterhin haben Unternehmen aus dem Landkreis Wolfenbüttel in manchen Fällen die Möglichkeit, über die „Einzelbetriebliche Investitionsförderung“ einen Zuschuss von bis zu 20 Prozent auf ihre Investition zu erhalten. Diese muss dabei mindestens 50.000 Euro betragen und mit einer Erhöhung der Arbeitsplätze einhergehen.
„Das hatte ich bisher gar nicht im Blick“, wird Frank Willecke in der Mitteilung zitiert. „Die möglichen Förderkredite werde ich aber von nun an in meine Investitionsüberlegungen einbeziehen.“ Die Wirtschaftsförderung des Landkreises gibt Unternehmen und Existenzgründungsinteressierten eine erste Orientierungsberatung im Förderdschungel und arbeitet in der weiteren Beratung eng mit der N-Bank und der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zusammen.
Kontakt: Ina Hallmann, E-Mail: i.hallmann@lk-wf.de, Telefon: (05331) 84824. red