Komische Nacht: Der Tod startet eine Image-Kampagne
Wer mal wieder so richtig lachen will, hat bei der Komischen Nacht gute Chancen. Das Publikum wird stets gut unterhalten. Archivfoto: Sowa
Es darf wieder gelacht werden in der Kaiserstadt: Für Donnerstag, 6. März, wird zum fünften Mal die „Komische Nacht“ in der Kaiserstadt organisiert. Erstmals nehmen neun Betriebe daran teil.
In Zusammenarbeit mit erstmals neun Gastronomen begleiten neun Comedians und Kabarettisten ihr Publikum abwechslungsreich und kurzweilig durch den Abend.
Bekannt durch Auftritte im „Quatsch Comedy Club“ oder bei „Nightwash“ versprechen die Künstler einen amüsanten Abend in geselliger Runde bei Essen und Trinken. „Bei unserer Idee der Komischen Nacht war uns wichtig, einen Querschnitt der aktuellen Comedyszene in Deutschland zu geben“, so Veranstalter Thomas Schulz.
Bei der Komischen Nacht müssen nicht die Besucher von Lokal zu Lokal wandern, um verschiedene Comedians sehen zu können, sondern jeder Gast kauft sich eine Eintrittskarte für sein Lieblingslokal. Die Künstler sind es, die von Club zu Club ziehen. An jedem der neun Orte treten an einem Abend fünf Comedians jeweils 25 Minuten auf. Die Spielorte sind das „Brauhaus“, „Celitic-Inn“, „Down Under“, „Zwinger“, „Kaiserworth“, „Maltermeister Turm“, „Ramada Hotel“, „Schiefer“ sowie das „Tims“.
So werden die Künstler gepriesen: Kaum betritt Alain Frei die Bühne, muss man den Schweizer einfach mögen. Mit seinem natürlichen Talent zieht er auf Anhieb jedes Publikum in seinen Bann. Er ist so vielseitig wie ein Schweizertaschenmesser, die Männer finden ihn „cool“ und die Frauen fangen an zu schwärmen. Brian O’Gott bietet feine Musik, Scherze, Kunst und Kalauer. Er spielt mit den Gesten der großen Stars, mit schillernden Worten, anspruchsvoller Musik und Zauberbildern.
Sterben hatte bisher einen recht negativen Ruf. Doch damit ist jetzt Schluss. Denn nun startet der Tod eine Image-Kampagne quer durch die Republik. Mit Konfetti, Blockflöte und „Sense-to-go“. Denn Tod kann auch Erlösung sein, Radieschen sehen von unten harmlos aus und selbst das Jenseits erscheint mit Himmel, Hölle und anderen Sehenswürdigkeiten eine Reise wert.
El Mago Masin ist Meister des sinnfreien Humors, schafft durch seine Geschichten erstaunliches Kopfkino und entführt sein Publikum in eine Welt, die es so nicht gibt. Der chronisch Verwirrte nimmt seine Zuschauer mit in seinen kuriosen Kosmos. Eingerichtet hat er ihn sich mit Wortakrobatik, Gitarrenspiel, Reimen und einem Taschenbeamer.
Zauberkünstler, Schauspieler, Moderator und Comedian trifft jeweils nur einen kleinen Teil dessen, was Erasmus Stein auszeichnet. Stein ist kreativ, vielseitig und erfrischend. Diese Quasselstrippe ist eine rare Kombination aus Magie und Komik, immer unterhaltsam und spontan.
Geboren wurde FaisalKawusi im Jahr 1991 als waschechter Frankfurter Junge mit afghanischen Wurzeln. Faisals größtes Hobby ist „Eintracht Frankfurt“. Mit seinen 21 Jahren gehört er zu den jüngsten Comedians Deutschlands. In seinem Programm erzählt er über seinen Alltag als Single und spricht über die Probleme, die einen smarten Afghanen heimsuchen.
„Was ist denn los mit den Menschen?“ Immer wieder taucht diese Frage wie ein Mahnmal bei Ingmar Stadelmann im Kopf auf. Wenn er Menschen in Berliner U-Bahnen sieht und das Gefühl hat, dass diese Stadt gar keine Psychiatrie hat. Oder als Einziger nackt in der Sauna sitzt, umgeben von hübschen Frauen, eingehüllt in Handtüchern.
Ist Rattengift Tiernahrung? Warum sitzen asoziale Jugendliche im Bus immer hinten? Fragen wie diese beschäftigen Malte Pieper, wenn er mit Sprachwitz auf Pointenjagd geht. Der Komiker redet ohne Punkt und Komma. Dabei nimmt er nicht nur die wirklich wichtigen Themen der Welt und des Alltags aufs Korn, sondern auch sich selbst.
Tano Bokämper ist Wanderer zwischen den Welten. Sein zweites Soloprogramm „Bei Hitlers unterm Sofa“ wechselt zwischen Politkabarett und Ethno-Comedy, zwischen bayerischer Gemütlichkeit und jüdischem Witz.
Karten für die Komische Nacht gibt es in den beteiligten Lokalen und in der Geschäftsstelle der GZ. ses
Lustige Quasselstrippe: Erasmus Stein
Beobachtet: Ingmar Stadelmann
Ethno-Comedian: Tano Bokämper