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Braunlage

Jüngster und ältester Kandidat haben Haushalt besonders im Blick

Marc Kühne ist mit 34 Jahren der jüngste Kandidat für den Rat der Stadt, er ist ebenso wie Dr. Benne in Braunlage aufgewachsen.  Fotos: Eggers

Marc Kühne ist mit 34 Jahren der jüngste Kandidat für den Rat der Stadt, er ist ebenso wie Dr. Benne in Braunlage aufgewachsen. Fotos: Eggers

Braunlage. Marc Kühne ist der jüngste, Dr. Günther Benne der älteste Kandidat für den Rat der Stadt Braunlage.

Von Michael Eggers Freitag, 26.08.2016, 12:32 Uhr

So jung fühlt sich Marc Kühne gar nicht. Doch der Gastronom ist der jüngste Kandidat, der in den Rat der Stadt Braunlage einziehen will. Der 34-Jährige will sich dabei nicht nur für die Jugend engagieren, sondern sich auch um den Haushalt der Stadt kümmern. Ein Ziel, das Dr. Günther Benne ebenfalls hat. Der Ratsvorsitzende ist mit 75 Jahren der älteste Kandidat und will es noch mal wissen. Benne und Kühne kandidieren beide für die CDU.

„Es kann nicht sein, dass wir Mitte des Jahres rückwirkend zu Jahresbeginn die Steuern erhöhen“, sagt Kühne. So habe er keine Möglichkeit, die höheren Abgaben mit dem Preis seiner Speisekarte einzukalkulieren. „Ich kann ja schlecht von meinen Gästen, die vor drei Monaten bei mir Essen waren, im Nachhinein mehr Geld verlangen“, betont er. Die Steuersicherheit ist denn auch einer der Punkte, für die sich der 34-Jährige engagieren will.

Marc Kühne ist in Braunlage aufgewachsen, hat in der Tanne den Beruf des Restaurantfachmanns gelernt und ist danach ins Ausland gegangen. Zunächst war er ein Jahr in Australien. Weiter arbeitete der Braunlager auch in St. Moritz und in Grindelwald in der Schweiz sowie in Winnipeg in Kanada als Koch.

Darüber hinaus lebte er auch einige Zeit in Mexiko und Ecuador. Als Marc Kühne wieder nach Deutschland zurückkehrte, arbeitete er zunächst als Geschäftsführer des Klosterkrugs, dem Restaurant im Kloster Wöltingerode, und danach machte er sich mit „Marc’s Restaurant“ im Brunnenbachsweg in Braunlage selbstständig.

Wenn Marc Kühne in den Rat gewählt wird, will er neben der Finanzpolitik auch ein Hauptaugenmerk auf die Betreuung der Jugendlichen in Braunlage setzen. „Ich bin auch in der Stadt aufgewachsen, und wir haben damals ein tolles Betreuungsangebot gehabt“, sagt er. Dafür will der Kommunalpolitiker das Ehrenamt stärken.

Ehrenamtlich engagiert sich Dr. Günter Benne bereits seit Jahrzehnten im Haus- und Grundbesitzerverein, in dem er den Vorsitz hat. Der Fachanwalt für Verwaltungsrecht will sich im neuen Rat dafür engagieren, dass seine Mitglieder so wenig Abgaben wie möglich zahlen. Dafür will er besonders die Ausgabenseite des Haushalts unter die Lupe nehmen. „Wir haben 2015 insgesamt 244.000 Euro an über- und außerplanmäßigen Ausgaben als Stadt Braunlage geleistet“, berichtet der 75-Jährige. In diesem Bereich sieht er ein erhebliches Einsparpotenzial.

Weil er als Verwaltungsjurist, langjähriger Stadtdirektor sowie als Kreistagsabgeordneter und Ratsherr über genügend Fachwissen und Verbindungen verfügt, wolle er helfen, die desolate Haushaltslage der Stadt Braunlage zu verbessern. Unter anderem wolle er das Gespräch mit Eurawasser suchen, um eventuell die Abwasserentsorgung in der Stadt Braunlage zu privatisieren, berichtet Benne.

Wenn der Bürger dadurch Geld spare, sei das ein probates Mittel, zumal die Braunlager mit die höchsten Abwassergebühren im Land zahlen. Ferner wolle er sich weiter im sozialen Bereich engagieren, kündigt Dr. Günter Benne an, der wie Marc Kühne auch in Braunlage aufgewachsen ist.

Mit seinen 75 Jahren will Dr. Günther Benne es noch einmal wissen.

Mit seinen 75 Jahren will Dr. Günther Benne es noch einmal wissen.

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