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Erneute Kette schwerster Kradunfälle

<p>In einer scharfen Linkskurve zwischen Schierke und Drei Annen Hohne stürzten zwei Motorradfahrer direkt hintereinander und krachten in die Leitplanken. Ein Kradfahrer musste schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Foto: Polizei</p>

<p>In einer scharfen Linkskurve zwischen Schierke und Drei Annen Hohne stürzten zwei Motorradfahrer direkt hintereinander und krachten in die Leitplanken. Ein Kradfahrer musste schwer verletzt mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Foto: Polizei</p>

Die Serie schwerster Kradunfälle an den Wochenenden im Oberharz reißt nicht ab. Schon am Freitag und Samstag verzeichneten vor allem die Polizeidienststellen um Braunlage erneut Unfälle mit Schwerverletzten, zweimal musste der Rettungshubschrauber zum Einsatz kommen.

Von Werner Beckmann Sonntag, 22.05.2016, 05:29 Uhr

Am Freitag war ein Kradfahrer aus Braunschweig gegen 16.30 Uhr mit seinem Krad Triumph auf der L 100 aus Richtung Schierke kommend in Richtung Drei-Annen-Hohne unterwegs. Beim Durchfahren einer scharfen Linkskurve kam der 22-jährige aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab, stürzte zu Boden und rutschte unter die Leitplanke, die an dieser Stelle noch keinen Unterfahrschutz hat. Dabei verletzte der Braunschweiger sich schwer und wurde durch einen Helikopter der Luftrettung in das Südharzklinikum Nordhausen geflogen.

Der hinter dem Braunschweiger fahrende ebenfalls 22-jährige Kradfahrer aus Schleswig-Holstein beobachtete den Unfall, leitete eine Vollbremsung ein, wobei nach seinen eigenen Angaben das Vorderrad seiner Suzuki blockierte, stürzte zu Boden, rutschte ebenfalls unter die Leitplanke, verletzte sich jedoch zum Glück nur leicht und wurde durch einen Rettungswagen in das Harzklinikum Wernigerode gebracht. An beiden Motorrädern entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von geschätzten 10.000 Euro.

Großes Glück im Unglück hatte dann am Samstag gegen 16.20 Uhr ein Motorradfahrer aus Wettingen auf der B4 in Höhe Kesselberg. Der Yamaha-Fahrer fuhr von Braunlage kommend in Richtung Hohegeiß, als er in einer Rechtskurve nach Aussagen der Polizei aufgrund „unangepasster Geschwindigkeit“ stürzte. Sein Motorrad prallte mit solcher Wucht in die Leitplanken, dass es sofort Feuer fing und völlig ausbrannte. Der 25-jährige Fahrer hatte offenkundig einen Schutzengel, er überstand den schweren Unfall unverletzt. Den Schaden am Motorrad beziffert die Polizei auf eine Höhe von rund 6000 Euro.

Schwerverletzt mit dem Rettungshubschrauber ins Uni-Klinikum Magdeburg musste wenig später ein 56-jähriger Kradfahrer gebracht werden. Gegen 18 Uhr fuhr eine 50-Jährige aus Grabow mit ihrem Pkw Mitsubishi auf der B242 aus Richtung Tanne kommend in Richtung Braunlage. Etwa 200 Meter hinter dem B4-Abzweig Hohegeiß will die Frau nach links in einen Waldweg einbiegen. Im selben Moment jedoch setzt ein 56-jähriger Motorradfahrer aus Fürstenwalde dazu an, den Wagen zu überholen, beide Fahrzeuge kollidieren. Der Honda-Fahrer stürzt und wird so schwer verletzt, dass die Einsatzkräfte den Rettungshubschrauber alarmieren. Die Schadenshöhe an beiden Fahrzeugen wird von der Polizei mit insgesamt rund 5000 Euro angegeben.

<p>Völlig zerstört wurde die Triumph bei dem fürchterlichen Unfall. Foto: Polizei</p>

<p>Völlig zerstört wurde die Triumph bei dem fürchterlichen Unfall. Foto: Polizei</p>

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