Demonstrationszug für den Weltfrieden in Goslar
Das Plakat mit dem Aufruf zur Demonstration vereinigt Darstellungen der Friedenstaube mit dem Goslarer Kaiseradler. Grafik: Privat
Goslar. Zum Antikriegstag am Dienstag, 1. September, plant das Goslarer Friedensbündnis eine Demonstration und will für Frieden und Abrüstung demonstrieren.
Vor 81 Jahren am 1. September 1939 überfiel die deutsche Wehrmacht Polen. Damit begann der Zweite Weltkrieg. Der Antikriegstag am 1. September wird in der Bundesrepublik Deutschland seit der Wiedereinführung der Wehrpflicht 1957 von der Friedensbewegung mit Demonstrationen und Kundgebungen begangen.
Auf Initiative des Kriegsdienstverweigerers Karsten Färber hat sich auch in Goslar ein Friedensbündnis zusammengefunden, das am Antikriegstag zur Demonstration aufruft. Die Gruppe trifft sich an diesem Tag um 16.30 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Die Demonstration führt durch die Innenstadt und hält an verschiedenen Stationen. Die Abschlusskundgebung ist auf dem Marktplatz geplant. Im Anschluss wird dann ab 18 Uhr ein Friedensfilm in der Jakobikirche gezeigt.
Im Aufruf der Gruppe heißt es: „Die Bundesregierung plant, die Rüstungsausgaben nahezu zu verdoppeln, auf zwei Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung. So wurde es in der Nato vereinbart. Zwei Prozent, das sind mindestens weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen, so bei Schulen und Kitas, sozialem Wohnungsbau, Krankenhäusern, öffentlichem Nahverkehr, kommunaler Infrastruktur, Alterssicherung, ökologischem Umbau, Klimagerechtigkeit und internationaler Hilfe zur Selbsthilfe.“
Die Organisatoren der Friedensdemonstration sind überzeugt: „Militär löst keine Probleme“. Sie wenden sich mit ihrer Kundgebung gegen einen neuen Kalten Krieg, gegen Bundeswehreinsätze im Ausland und gegen Rüstungsexporte. „Wir wollen keine Atombomben auf deutschem Boden. Wir wollen keine Killerdrohnen für die Bundeswehr. Wir wollen Abrüstung, um dem Frieden näher zu kommen.“, erklärt der Initiator Karsten Färber und hofft auf viele Unterstützer.