Zähl Pixel
Eishockey-Regionalliga

Harzer Falken stürmen an die Tabellenspitze

Eishockeyspieler in schwarzer und roter Ausrüstung mit Schläger vor dem Tor, Torwart in weißer Ausrüstung in Bereitschaftshaltung.

Der mit dem Puck tanzt: Falken-Angreifer Ville Sivonen ist nun Topscorer der Regionalliga. Foto: Drechsler

Vierter Sieg innerhalb von acht Tagen, Tabellenführung: Für die Harzer Falken läuft es in der Eishockey-Regionalliga rund. Das gilt besonders für einen Spieler.

Von Björn Gabel Montag, 05.01.2026, 11:36 Uhr

Die Harzer Falken sind jetzt dort angelangt, wo sie am Ende der Saison stehen wollen – ganz oben. Durch das 5:3 (2:1, 0:2, 3:0) am Sonntag beim ECW Sande übernahmen sie erstmals in dieser Saison die Tabellenführung der Eishockey-Regionalliga Nord und machten dem sportlichen Leiter Uwe Lohde das schönste Geschenk zu dessen 56. Geburtstag.

Die Wachablösung ist vorerst nur provisorischer Natur, weil der Adendorfer EC (ein Spiel weniger) an den Falken vorbei- und die Crocodiles Hamburg (zwei Spiele weniger) gleichziehen können. Der starke Harzer Lauf mit vier Siegen innerhalb von acht Tagen ist aber nicht von der Hand zu weisen.

Nagy: „Haben alles reingeworfen“

In Sande gingen die Falken vor 535 Zuschauern durch ein Wechselbad der Gefühle. Sie führten schnell mit 2:0, drohten Ende des zweiten Drittels das Spiel aus der Hand zu geben, als sie mit 2:3 in Rückstand gerieten, zeigten aber Comebackqualitäten. Der letzte Abschnitt gehörte wieder ganz den Harzern, die per Doppelschlag zurückkamen, „Wir haben alles reingeworfen, was wir hatten“, sagte Trainer Regan Nagy. Er bewertete den Sieg „in einem sehr physischen Spiel“ umso höher, da es in Sande generell schwer sei zu gewinnen. Stichwort kleine Eisfläche.

Die Falken liegen nicht nur als Team ganz vorn, sondern stellen mit Ville Sivonen inzwischen auch den Top-Scorer der Liga. Der Finne steht jetzt bei 40 Punkten (15 Tore) und hat damit den inzwischen von den Crocodiles zu den Peißenberg Miners aus der Bayernliga abgewanderten Filip Kriz an der Spitze abgelöst. Vier Punkte beim 8:2 am Freitag gegen Salzgitter und zwei Beihilfen in Sande katapultierten Sivonen an die Spitze. Bemerkenswert ist auch seine Plus/Minus-Statistik von +31.

Gerhardt wird geschont

In Sande fehlte Torwart Adam Gerhardt, der gegen Salzgitter nach zwei Dritteln mit muskulären Problemen vom Eis ging. „Es handelt sich aber nur um eine Vorsichtsmaßnahme“, sagte Falken-Vorstandsmitglied Moritz Langer.

Tore: 0:1 (4:50) Droick, 0:2 (11:23) Mrava, 1:2 (14:40) Jache, 2:2 (34:04) Kosnar (5:4), 3:2 (39:17) Kosnar (4:5), 3:3 (47:25) Mrava, 3:4 (48:20) Schirmacher, 3:5 (58:38) Arnold (empty-net)

Strafminuten: 12 für Sande; 8 für Braunlage

Harzer Falken: Dupuis – Chaloupka, Franz, DiMurro, Antonakis, Schnell, Ehmann – Sivonen, Benes, Mrava, Arnold, Vinci, Wiecki, Droick, Weikamp, Schirmacher, Lohde

Die Redaktion empfiehlt
Diskutieren Sie mit!
Weitere Themen aus der Region