Xella-Gruppe verkauft Fels-Werke
Trennung von der Mutter: Die Xella-Flagge dürfte an der Fels-Zentrale an der Geheimrat-Ebert-Straße in Goslar bald eingeholt werden. Archivfoto: Epping
Goslar/Duisburg. Die Fels-Werke mit Sitz an der Geheimrat-Ebert-Straße in Goslar stehen erneut vor einem Eigentümerwechsel. Allerdings geht der Verkauf in diesem Fall nicht mehr unter dem Dach der Duisburger Xella-Gruppe über die Bühne. Der Baustoffkonzern, selbst gerade erst im Frühjahr an den texanischen Finanzinvestor Lone Star veräußert, trennt sich vom Goslarer Kalk-Produzenten, ohne derzeit irgendetwas über Käufer, Kaufsumme und Kauftermin zu verraten.
Goslar/Duisburg. Die Fels-Werke mit Sitz an der Geheimrat-Ebert-Straße in Goslar stehen erneut vor einem Eigentümerwechsel. Allerdings geht der Verkauf in diesem Fall nicht mehr unter dem Dach der Duisburger Xella-Gruppe über die Bühne. Der Baustoffkonzern, selbst gerade erst im Frühjahr an den texanischen Finanzinvestor Lone Star veräußert, trennt sich vom Goslarer Kalk-Produzenten, ohne derzeit irgendetwas über Käufer, Kaufsumme und Kauftermin zu verraten.
„Die Xella International S.A. hat vereinbart, die Geschäftseinheit Fels an einen industriellen Käufer mit Sitz in Europa zu verkaufen“, beginnt die Pressemitteilung, die Xella gestern Nachmittag versandte. Der – offenkundig bereits unterzeichnete – Kaufvertrag stehe noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden. Über die Transaktionsdetails sei Stillschweigen vereinbart.
Weder Xella-Sprecherin Andrea Mittmann noch Fels-Sprecher Bernd Röwert konnten oder wollten gestern weitere Angaben machen. Kenner der Branche sehen jedoch in Irland oder in Belgien mögliche Interessenten.
Wer künftig den Platz von Fels im Xella-Portfolio einnimmt, steht dagegen schon fest. Der spanische Dämmstoffhersteller Ursa, der nach Medien-Angaben insgesamt 13 Werke in acht Ländern betreibt und im Vorjahr ein Umsatzvolumen von rund 450 Millionen Euro erwirtschaftet hat, rückt nach. Eine Übernahmevereinbarung zwischen Xella und den bisherigen Eignern, zu denen vor allem der US-amerikanische Finanzinvestor KKR gehört, ist demnach ebenfalls bereits unterzeichnet. Auch diesen Verkauf müssen die Wettbewerbshüter noch absegnen. Er soll aber bis Jahresende abgeschlossen sein.9