Wurstwarenfabrik Brennecke beantragt Insolvenz
Posthof. Brennecke Harzer Wurstwaren hat vorläufige Insolvenz angemeldet. Darüber hat Geschäftsführer Horst Heyden die Mitarbeiter des Betriebs im Liebenburger Ortsteil Posthof eigenen Angaben zufolge bei einer Versammlung am Donnerstag informiert.
Posthof. Brennecke Harzer Wurstwaren hat vorläufige Insolvenz angemeldet. Darüber hat Geschäftsführer Horst Heyden die Mitarbeiter des Betriebs im Liebenburger Ortsteil Posthof eigenen Angaben zufolge bei einer Versammlung am Donnerstag informiert.
Ziel sei es nach Angaben von Heyden, die Sanierung des Unternehmens mithilfe des vorläufigen Insolvenzverwalters fortzusetzen und die Arbeitsplätze zu erhalten. Derzeit seien „60 bis 70 Mitarbeiter“ in dem Betrieb beschäftigt. Die Produktion soll in der kommenden Woche weitergehen. Der Fabrikverkauf auf dem Werksgelände werde zu den Öffnungszeiten fortgesetzt.
Die wirtschaftliche Talfahrt der vergangenen Monate führte dazu, dass viele Mitarbeiter die Firma bereits verlassen haben, von anderen hatte sich Brennecke getrennt. 2016 gehörten zur Belegschaft noch rund 130 Mitarbeiter. Bereits seit Monaten kritisieren Mitarbeiter Verzögerungen bei den Lohnzahlungen. Geschäftsführer Heyden nennt den starken Preisdruck in der Branche als einen Hauptgrund für die Probleme des Unternehmens.
Zu ausstehenden Löhnen will sich Heyden nicht äußern. Betroffene haben allerdings rechtliche Schritte eingeleitet. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) bestätigt, dass sie Brennecke-Mitarbeiter „in Rechtsvertretung“ habe, so Geschäftsführerin Katja Derer. Sie begrüßt es, dass der in Schieflage geratene Betrieb nun Insolvenz beantragt hat. Bei Verfahrenseröffnung könne den Betroffenen Insolvenzgeld gezahlt werden.