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„Woche der Diakonie“ in Goslar mit drei inhaltsschweren Veranstaltungen geplant

Die Goslarschen Höfe (hier ein Teil des Café-Teams) sind das Paradebeispiel für einen Integrationsbetrieb in Goslar, in dem Hand in Hand gearbeitet wird und Menschen mit Beeinträchtigungen Bemerkenswertes leisten. Ein Beispiel, das anderen Arbeitgebern Mut machen kann – darum geht es am 10. September. Foto: Höfe

Die Goslarschen Höfe (hier ein Teil des Café-Teams) sind das Paradebeispiel für einen Integrationsbetrieb in Goslar, in dem Hand in Hand gearbeitet wird und Menschen mit Beeinträchtigungen Bemerkenswertes leisten. Ein Beispiel, das anderen Arbeitgebern Mut machen kann – darum geht es am 10. September. Foto: Höfe

Goslar. Die „Woche der Diakonie“ beleuchtet Themen, die oft im Dunkeln bleiben, sie gibt Menschen Gehör, die selten gehört werden, und legt den Finger in Wunden, die leicht übersehen werden. Dieses Jahr lautet das Motto der bundesweiten Kampagne, die landesweit und regional mit Leben gefüllt wird, „Mitreden! Zuhören – achthaben“. Vom 6. bis 13. September werden dazu vom „Arbeitskreis Diakonie“ in Goslar Veranstaltungen angeboten: Es geht in die St. Stephani-Kirche, in die „Zille“ und auf die „Goslarschen Höfe“.

Freitag, 28.08.2020, 16:29 Uhr

Mit einer Debatte über „Pflege zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ haben die Gestalter vor Ort ein Thema ausgesucht, das bewegt – und in Corona-Zeiten noch einmal ganz besondere Brisanz erfahren hat. Nicht zuletzt die Vorfälle in Wolfshagen zeigen zudem, wie wichtig es ist, genau hinzusehen – und mitzureden, wie es das Motto der Reihe verlangt. Die Diskussion beginnt am Mittwoch, 9. September, um 19.30 Uhr auf den Höfen.

Auf dem Podium diskutieren unter der Moderation von GZ-Chefredakteur Jörg Kleine an diesem Abend folgende Teilnehmer: Regine Breyther, 1. Kreisrätin des Landkreises Goslar, Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer, der Direktor der Evangelischen Stiftung Neuerkerode, Rüdiger Becker, Pfarrerin Ulrike Baehr-Zielke (Grotjahn Stiftung), Nikolaus Schreiber (Junicke) und Jörg Schumburg, Bereichsleiter Pflege bei der AOK Niedersachsen. „Die Woche der Diakonie ist eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und uns darzustellen“, sagt Beate Theermann (Diakonie im Braunschweiger Land) im Pressegespräch, an dem als zweiter Vertreter von insgesamt acht beteiligten Einrichtungen Stefan Voigt, Leiter der Diakonischen Dienste Goslar, mit von der Partie ist. Trotz Corona soll allen, die Interesse an den Veranstaltungen haben, ein Zutritt unter örtlich angepassten Hygienemaßnahmen ermöglicht werden. Der Pandemie geschuldet ist eine abgespeckte Version der Woche der Diakonie, die auf drei Veranstaltungen und einen Gottesdienst reduziert wurde – Anmelden ist oberstes Gebot, damit die Organisatoren Raumentscheidungen treffen und Stühle gemäß der Abstandsregeln stellen können.

Die Veranstaltungsreihe beginnt mit dem Eröffnungsgottesdienst am Sonntag, 6. September, um 11 Uhr in der St. Stephanikirche. Gestaltet wird er von Vertretern aller beteiligten Organisationen, die Predigt selbst hält Diakoniepfarrer Peter Wieboldt, der gemeinsam mit Johannes Hirschler die musikalische Gestaltung (Gitarre) übernimmt. Im Anschluss ist ein Imbiss geplant.

Am Dienstag, 8. September, präsentiert sich die „Zille“ in der Mauerstraße und informiert ab 15.30 Uhr unter anderem darüber, wie die Einrichtung für Wohnungslose in Goslar bislang die Corona-Zeit gemeistert hat und vor welche Probleme sie gestellt wird. Ein Beispiel: Der Mittagstisch wurde kurzerhand in ein „Essen to go“ umgestaltet. Interessierte werden gebeten, ihre Meinung und Ideen einzubringen.

Nach besagter Podiumsdiskussion zur Pflege am Mittwoch geht es am Donnerstag, 10. September, in einer Infoveranstaltung für Arbeitnehmer und Betroffene um die „Behinderung am Arbeitsplatz“. Der Integrationsfachdienst der Diakonischen Dienste Goslar informiert ab 19.30 Uhr über seine Arbeit, gibt Tipps, wie Menschen mit Beeinträchtigungen zu ihrem eigenen und dem Wohl der Arbeitgeber eingesetzt werden können, zumal sie laut Voigt oft „Experten auf ihrem Gebiet“ seien; Voigt verweist mit der Erfahrung der „Höfe“ im Rücken auf eine Reihe von Fördermöglichkeiten, von denen Arbeitnehmer oft nichts wüssten. Er sieht die Einbindung beeinträchtigter Menschen ins Arbeitsleben sogar als Chance, dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken. Auch Theermann betont die Bedeutung der Integration ins Arbeitsleben: „Es ist wichtig, dass uns diese Menschen nicht verloren gehen.“ Themengottesdienste zum „Sonntag der Diakonie“ schließen die Woche in den evangelischen Kirchen der Propstei Goslar ab.

Zille (8. September 15.30 Uhr): Telefon (05321) 31989820 oder

tagestreff-zille@diakonie-dwb.de

Höfe, Podiumsdiskussion zur Pflege (9. September, 19.30 Uhr): Telefon (05321) 393610 oder

Diakonie.Goslar@Diakonie-Braunschweig.de

Höfe, Infoveranstaltung Behinderung am Arbeitsplatz (10. September, 19.30 Uhr): Telefon (05321) 344110 oder info@dd-goslar.de.

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