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Werderhof: Ameos-Tagesklinik soll im Mai öffnen

Großaufgebot von Handwerkern: Ein zugeparkter Werderhof-Vorplatz lässt erahnen, dass hinter den Mauern kräftig um- und eingebaut wird.  Foto: Heine

Großaufgebot von Handwerkern: Ein zugeparkter Werderhof-Vorplatz lässt erahnen, dass hinter den Mauern kräftig um- und eingebaut wird. Foto: Heine

Goslar. Im Innern des Werderhofs wirbeln derzeit die Handwerker: Im Mai soll der Startschuss für die psychiatrische Ameos-Tagesklinik fallen. Sie bietet bis zu 14 Kindern und Jugendlichen wohnortnahe Hilfe.

Von Frank Heine Dienstag, 10.02.2015, 20:00 Uhr

„Innerhalb unserer Gruppe ist der Werderhof mit Sicherheit das schönste Ensemble, das wir haben.“ Lange muss und will Michael Dieckmann, Mitglied im Vorstand des Schweizer Ameos-Konzerns, nach zwischenzeitlichen Verzögerungen auch nicht mehr warten auf die Eröffnung des „Ameos-Klinikums Goslar“. So lautet der offizielle Name für die Außenstelle des Hildesheimer Fachkrankenhauses.

Im Mai soll der Startschuss für die psychiatrische Tagesklinik fallen. Sie bietet bis zu 14 Kindern und Jugendlichen vom Grundschulalter bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wohnortnahe Hilfe und macht zudem diverse ambulante Angebote. Nach Kauf des rund 10.000 Quadratmeter großen Areals vom Chemieunternehmen H.C. Starck Mitte Dezember 2013 hatte sich lange Zeit wenig getan. Wie stets in Goslar gab der Denkmalschutz einige Hausaufgaben auf. Und auch Architekt Marco Evers weiß von manch Überraschungen hinter alten Wänden und unter doppelten Decken zu berichten.

Wie dem auch sei: Seit einigen Wochen wirbeln die Handwerker mächtig hinter den Mauern des historischen Bauwerks – so sehr, dass ein ehemaliger Starck-Mann den Werderhof von innen jetzt beinahe nicht wiedererkannt hätte. Gerald Baehnisch, 2013 noch auf Verkäuferseite beim Termin dabei und kurze Zeit später den Job-Kürzungen in der Münchner Starck-Zentrale zum Opfer gefallen, zeichnet jetzt als Regionalleiter Kommunikation für Ameos verantwortlich.

Er liefert neben Eckdaten zum Umbau als Kern-Informationen, dass mit dem rund 1,5 Millionen Euro teuren Ameos-Engagement im innen fast komplett entkernten Gebäude zirka 20 neue Jobs entstehen, darunter drei Ärzte. Zur Gestaltung: Das frühere Kaminzimmer wird zum Speiseraum, die alten Treppen sind erhalten – ansonsten gilt ein funktionaler Ausbau. Fast 22 Kilometer Kabel für Strom und Brandmeldeanlagen sowie 1.425 Meter Sanitär-Rohrleitungen werden verlegt. Eine Fläche von 650 Quadratmetern wird mit neuen Decken abgehängt. 2.170 Quadratmeter alter Tapete wurden entfernt, 2.940 Quadratmeter Wände sind zu streichen – bis Ende April muss alles fertig sein.

Die Treppe bleibt: Architekt Marco Evers, Hildesheims Krankenhaus-Chefin Birgit Hörske, Ameos-Vorstand Michael Dieckmann und Ex-Starck-Mann Gerald Baehnisch als neuer Ameos-Kommunikationschef für die Region (v.li.) auf der Baustelle.  Foto: Heine

Die Treppe bleibt: Architekt Marco Evers, Hildesheims Krankenhaus-Chefin Birgit Hörske, Ameos-Vorstand Michael Dieckmann und Ex-Starck-Mann Gerald Baehnisch als neuer Ameos-Kommunikationschef für die Region (v.li.) auf der Baustelle. Foto: Heine

Mächtig zu tun: Kabel in die Decke, Farbe an die Wand.  Foto: Heine

Mächtig zu tun: Kabel in die Decke, Farbe an die Wand. Foto: Heine

Mars lässt grüßen: Der römische Kriegsgott war unter einer Tapete versteckt.  Foto: Heine

Mars lässt grüßen: Der römische Kriegsgott war unter einer Tapete versteckt. Foto: Heine

Malern, was das Zeug hält: 2.940  Quadratmeter Wände sind zu streichen.  Foto: Heine

Malern, was das Zeug hält: 2.940 Quadratmeter Wände sind zu streichen. Foto: Heine

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