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Ferienpass-Aktion in Oderbrück

Wasseramsel fühlt sich an der Bode pudelwohl

Elf Nachwuchsforscher beteiligen sich an der Ferienpassaktion des Kinderschutzbundes und des Nationalparks Harz.  Fotos: Privat

Elf Nachwuchsforscher beteiligen sich an der Ferienpassaktion des Kinderschutzbundes und des Nationalparks Harz. Fotos: Privat

Braunlage/Oderbrück. Das war spannend. Elf Mädchen und Jungen konnten im Rahmen der Ferienpassaktion einmal selbst erforschen, ob der Lauf der Warmen Bode zwischen Oderbrück und Braunlage als Lebensraum für die Wasseramsel geeignet ist. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Der Bach ist der perfekte Lebensraum für die Wasseramsel“, stellten die Kinder übereinstimmend fest, wie der Nationalpark Harz in einer Pressemitteilung schreibt.

Montag, 03.08.2020, 15:37 Uhr

Auf Einladung des Kinderschutzbundes wanderten die jungen Braunlager mit den Rangern von Oderbrück aus die Bode hinunter. Plötzlich hörten sie, dass sich der Gewässerökologe des Nationalparks ein Bein gebrochen hatte (natürlich nicht „in echt“). Wegen des fiktiven Knochenbruchs konnte der Fachmann das Fließgewässer nicht wie geplant kartieren. Weil die Arbeit aber dringend erledigt werden musste, erklärten sich die Kinder spontan bereit, die Aufgabe zu übernehmen.

Zunächst suchten die Nachwuchsforscher die Quelle der Warmen Bode und kartierten den Verlauf bis nach Braunlage. Doch dann mussten sie noch die viel schwierigere Frage klären, ob der Bach als Lebensraum für die Wasseramsel geeignet sei. Glücklicherweise hatte der Forscher mit dem Beinbruch den Mädchen und Jungen seinen Rucksack mit diversen Materialien, einem Protokollblatt und Fotos von den Standorten an der Bode bereitgestellt.

„Findet die Wasseramsel genügend Nahrung?“ Die Kinder gehen der Sache direkt im Bach auf den Grund.

„Findet die Wasseramsel genügend Nahrung?“ Die Kinder gehen der Sache direkt im Bach auf den Grund.

Die Kinder mussten nun versuchen, bei ihrer Wanderung entlang der Warmen Bode die fotografierten Standorte zu finden. An jedem gefundenen Punkt stoppten sie, um den Bach in diesem Bereich zu beurteilen. Sie maßen mehrfach die Breite, Tiefe und Temperatur der Warmen Bode. Auch die Fließgeschwindigkeit des Wassers, den Untergrund der Bachsohle, die Uferbeschaffenheit sowie die Pflanzenarten entlang des Laufs ermittelten die engagierten Nachwuchsforscher.

Die Kinder zogen ihre Schuhe aus und gingen mit Keschern in den Bach, um herauszufinden, ob eine Wasseramsel an der Warmen Bode auch genug Nahrung findet. Innerhalb kürzester Zeit entdeckten die Mädchen und Jungen unter den Steinen Köcher-, Eintags- und Steinfliegenlarven. Sie fanden zudem heraus, dass die Warme Bode ein natürlicher Bach und von Schadstoffen unbelastet ist. „Die Wasseramsel fühlt sich an der Bode also pudelwohl“, meinten sie unisono.

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