Walpurgis: Hexenbrut erobert jetzt die Wolfshöhe
<p>In diesem Jahr kommen die Riesenbesen zum Einsatz: Erstmals bittet die Wolfshäger Hexenbrut an Walpurgis auf der Wolfshöhe zum Tanz. Foto: Gereke</p>
Wolfshagen. Jede Menge Neuerungen beim Wolfshäger Walpurgisfest am 30. April: Vom Veranstaltungsort bis zum Parkkonzept.
Wie heißt es so schön: Alles neu macht der Mai – in Wolfshagen geht es damit schon einen Tag eher los. Das Walpurgisfest wartet in diesem Jahr mit so vielen Neuerungen auf wie noch nie – fast könnte man meinen, nur der traditionelle Termin am 30. April ist noch der alte.
Es fängt mit einem neuen Veranstaltungsort an: Erstmals steigt die mystische Walpurgisnacht auf der „Wolfshöhe“, jenem Areal, auf dem vor Jahren schon einmal die Ritter bei ihren Spielen Schwerter und Lanzen klingen ließen. „Mehr als 60Millionen Internet-Klicks auf den Tanz der Wolfshäger Hexenbrut zum Lied ,Schüttel deinen Speck‘ zu Walpurgis im vergangenen Jahr und Tausende Besucher vor Ort haben das Organisationsteam vom Fremdenverkehrsverein bewogen, für dieses Jahr nach einem neuen Veranstaltungsgelände Ausschau zu halten“, erzählt Frauke Wagner, 2.Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins Wolfshagen.
„Der neue Ort oberhalb von Wolfshagen bietet 12.000 Quadratmeter Gesamtfläche auf zwei Ebenen – beste Voraussetzungen für ein deutlich erweitertes Angebot an Unterhaltung, Gastronomie und Verkaufsständen“, sagt Wagner. Der kleine Abhang zwischen oberer und unterer Ebene soll dabei eine kleine Naturtribüne sein. „Dort werden viel mehr Besucher die Gelegenheit haben, die Tanzaufführungen zu verfolgen“, so Wagner.
Neuerungen, für die der Fremdenverkehrsverein auch richtig Geld in die Hand nimmt – etwa fünfmal so viel kostet es wie bisher, das Walpurgisfest am neuen Ort auf die Beine zu stellen. Eine genaue Summe wollen Frauke Wagner und Marco Osmialowski, der 1. Vorsitzende, nicht nennen. Hohe Kosten entstehen auch, weil auf dem Areal keine Infrastruktur vorhanden ist. So werden beispielsweise noch Hunderte Tonnen Mineralgemisch auf dem Festgelände verteilt, damit Besucher auch bei nassem Wetter keine Matschklumpen an den Schuhen bekommen. „Wir wollen den Wohlfühlaspekt bei der Veranstaltung deutlich steigern. Außerdem ist Walpurgis das Vorzeigeevent für Wolfshagen“, begründen die Beiden.
Ohnehin hätte sich zu Walpurgis im Vorjahr etwas ändern müssen – Grund war das Verkehrschaos an der Hauptstraße aufgrund vieler parkender Autos, was dazu führte, dass Rettungsdienst und Bus nicht durchkamen. Auflage war also auch, ein neues Parkkonzept zu erstellen. Das sieht nun vor, dass Besucher ihre Fahrzeuge auf Piening-Platz, altem Sägewerksgelände, bei der Mode-Fabrik, entlang der Kreuzallee, die zur Einbahnstraße wird, und am Sportplatz abstellen sollen.
Vom Piening-Platz aus verkehrt eine Bimmelbahn gegen einen kleinen Kostenbeitrag zum Festgelände. Ansonsten erhält der Fremdenverkehrsverein auch Unterstützung vom THW – beispielsweise für die Ausleuchtung der Zuwegungen. Drei Wege führen zum mystischen Ort: Weg am Friedhof, Streittorstraße und Steinbruchstraße. „Das neue Parkkonzept wäre nötig gewesen, auch wenn wir am Gowische-Park festgehalten hätten“, so Wagner.
<p>In diesem Jahr kommen die Riesenbesen zum Einsatz: Erstmals bittet die Wolfshäger Hexenbrut an Walpurgis auf der Wolfshöhe zum Tanz. Foto: Gereke</p>