Vor 30 Jahren räumten sie die Schule aus
1989, ein spritziger Jahrgang: 30 Jahre nach ihrem Abitur treffen sich 30 Ehemalige mit Lehrern vor ihrer alten Schule. Foto: Kempfer
Goslar. Vor 30 Jahren bauten sie ihr Abitur am Ratsgymnasium und 30 Ehemalige des Abi-Jahrgangs 1989 waren es auch, die am Wochenende in Goslar großes Wiedersehen feierten – miteinander, mit einigen ihrer Lehrer, mit ihrer alten Schule, der Stadt und dem Harz.
Goslar. Vor 30 Jahren bauten sie ihr Abitur am Ratsgymnasium und 30 Ehemalige des Abi-Jahrgangs 1989 waren es auch, die am Wochenende in Goslar großes Wiedersehen feierten – miteinander, mit einigen ihrer Lehrer, mit ihrer alten Schule, der Stadt und dem Harz.
Die meisten trafen bereits am Freitag ein, wo bis Mitternacht im Brauhaus Wiedersehen gefeiert wurde. „Wir waren 82 Schüler und wir hatten 55 Lehrer“, berichtet Mireille Bothe, die gemeinsam mit einigen Mitstreitern die Organisation übernommen hatte. Zehn ehemalige Lehrer waren im Brauhaus dabei, einer reiste aus Nürnberg an.
Der Samstag startete mit einer Schulführung von Karsten Behr, einer von zwei noch aktiven Lehrer des Jahrgangs, der damals Latein und Griechisch unterrichtete. 66 Prozent seines Latein-Leistungskurses waren gekommen: zwei von drei Schülern. Ebenfalls gerade noch aktiv ist Barbara von Hanstein – sie geht nach dem aktuellen Abi-Jahrgang in den Ruhestand. Etwas hat sich übrigens nicht verändert: Sowohl der Abijahrgang 1989 als auch der 2019 nahmen/nehmen in der Kaiserpfalz die Abiturzeugnisse entgegen.
Zu den Anekdoten des Jahrgangs, die wieder Thema waren, gehörte der Abistreich, der 1989 dafür sorgte, dass die Schule anderthalb Tage ausfiel: „Wir hatten ein großes Fest auf dem Schulhof organisiert. Lehrer und Schüler dachten, das wäre unser Streich, aber dann ging es nach dem Fest in die Schule und die war leer! Alle Klassenräume waren ausgeräumt, alles, Stühle, Tische, Schränke, sogar die Mülleimer und Kartenständer waren im oberen Zeichensaal gestapelt, alles in einem Raum. Eine nächtliche Meisterleistung“, erinnert sich Mireille Bothe.
An die Schulführung schloss sich eine Stadtführung von Julia Reimer an; der Jahrgang hat eine aktive Stadtführerin hervorgebracht.
Dann ging’s auf die Hummel-Maaß-Hütte an den Oderteich, dort wurde gewandert und gefeiert. Spätestens beim sonntäglichen Brunch auf der Bavaria-Alm wurde verabredet, dass das nächste Treffen nicht erst in fünf oder zehn Jahren zustande kommen soll; man einigte sich, vielleicht noch unter dem Eindruck der letzten Nacht, auf die Schnapszahl33...