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„Vistory“: Escape-Rooms mit Goslar-Themen

Steffi Engler ist die neue  Geschäftsführerin des „Vistory“ am Hohen Weg. Ihr Mann Percy  unterstützt sie bei der Arbeit. Beide eröffnen am  Mittwoch den  ersten Goslarer Escape-Room. Foto: Epping

Steffi Engler ist die neue Geschäftsführerin des „Vistory“ am Hohen Weg. Ihr Mann Percy unterstützt sie bei der Arbeit. Beide eröffnen am Mittwoch den ersten Goslarer Escape-Room. Foto: Epping

Goslar. Das Goslarer „Vistory“ am Hohen Weg gibt es nun seit einem Jahr. Pünktlich zum Start des Weihnachtsmarktes am Mittwoch eröffnen neue Attraktionen in Goslars Multimedia-Grusel-Museum: In Zukunft können in der dritten Etage Escape-Rooms durchgespielt werden. Und auch ein Betreiberwechsel steht an.

Freitag, 22.11.2019, 15:38 Uhr

„Vistory“-Initiator Heiko Rataj hat nach eigenen Angaben den Betrieb an die Goslarerin Steffi Engler abgetreten. Auch das eindrucksvolle Fachwerkhaus am Hohen Weg gehöre ihm nicht mehr. Rataj sagt, er spüre eine gewisse Goslar-Müdigkeit, die ihn veranlasst hat, einen Schlussstrich zu ziehen.

Mit seiner türkischen Entwicklerfirma und chinesischen Zulieferern bleibe er aber bei anderen „Vistory“-Projekten aktiv – zum Beispiel soll an der Rosstrappe in Thale kommendes Frühjahr eine neue Attraktion eröffnet werden.

Mit der Bilanz in Goslar habe sein Ausstieg nichts zu tun. „Wir sind zufrieden“, sagt der Unternehmer und spricht von einer sechsstelligen Besucherzahl im Premierenjahr. „Wir sind aber noch nicht da, wo wir hinwollen“, ergänzt Betriebsleiter Ali Güldane, der auch in Zukunft mit Steffi Engler, die von ihrem Mann Percy vor allem in Sachen IT unterstützt wird, die Vision „Vistory“ vorantreiben will.

In wenigen Tagen öffnet der erste Escape-Room in dem um 1500 errichteten Haus. Wenige Tage später soll ein zweiter Rätsel-Raum folgen. „Wir suchen uns nicht irgendein Thema. Unsere Escape-Rooms haben Goslar-Bezug“, erklärt Güldane.

Zum Prozedere: Das Spiel trägt den Namen „Escape 66“ und kann von zwei bis sechs Personen gespielt werden. Preislich geht das Ganze bei 66 Euro los. Zum Thema nur so viel: Es geht um Goslarer Hexenprozesse und den mysteriösen Namen „Rebecca van Anden“. Die Spieler haben 66 Minuten Zeit, um Rätsel zu lösen und aus dem Escape-Room (eigentlich sind es sogar mehrere Räume) zu fliehen. Unterstützt wird das Ganze mit Video-Einspielern.

In wenigen Tagen ist bereits die Eröffnung des nächsten Escape-Rooms auf der gleichen Etage geplant. Die Rätsel-Räume seien mit pädagogischem Konzept entwickelt worden, sagt Steffi Engler, die in einer Goslarer Grundschule als pädagogische Mitarbeiterin beschäftigt ist.

Bei einem Besuch im „Vistory“ habe sie sich sofort in das Projekt verliebt und Kontakt zu Rataj aufgenommen. Jetzt wagt sie den Schritt in die Selbstständigkeit.

Es gibt noch mehr Änderungen im „Vistory“: Laut Güldane erhält der 8-D-Goslar-Film einen Vor- und Abspann und ist einige Minuten länger. Außerdem sei man dabei, einen Escape-Room zu entwickeln, der mit VR-Brille gespielt wird. Die Vision „Vistory“ sei eben noch lange nicht am Ende.

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