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Vater und Sohn bilden die neue Feuerwehr-Doppelspitze

Tim Helbig (li.) und Klaus-Peter Helbig leiten die Ortsfeuerwehr.   Foto: Deshkin

Tim Helbig (li.) und Klaus-Peter Helbig leiten die Ortsfeuerwehr. Foto: Deshkin

Schladen. Klaus-Peter Helbig heißt der neue Ortsbrandmeister von Werlaburgdorf. Der Rat der Gemeinde Schladen-Werla hat ihn während der Ratssitzung am Mittwochabend offiziell verpflichtet.

Von Julia Deshkin Donnerstag, 16.07.2015, 17:27 Uhr

Helbig tritt damit die Nachfolge von Henning Plumeyer an, der 25 Jahre lang im Ortskommando tätig war und bei der Jahreshauptversammlung im März seinen Rücktritt erklärte.

Zu Helbigs Stellvertreter wurde sein Sohn Tim gewählt – zunächst kommissarisch für die Dauer von zwei Jahren, da ihm noch ein Lehrgang fehlt. Auf der Tagesordnung stand auch die Verabschiedung der zweiten Nachtragshaushaltssatzung mit dem ersten Nachtragshaushaltsplan für das laufende Jahr.

Wegen eines drastischen Einbruchs der Gewerbesteuer und aufgrund von neuen Steuermessbescheiden des Finanzamtes musste die Gemeinde bereits zum Ende Februar rund 1,5 Millionen Euro zurück erstatten. Der Haushaltsplan schloss danach mit einem Defizit von 168.300 Euro ab.

Der Planansatz bei der Gewerbesteuer lag bei 3,2 Millionen Euro und musste um 3,1 Millionen Euro reduziert werden. Das schlägt sich im Ergebnishaushalt mit einem negativen Planungsergebnis von rund 2,6 Millionen nieder.

Ein Defizit ist mit dem Zukunftsvertrag eigentlich nicht vereinbar. Bürgermeister Andreas Memmert erklärte jedoch, dass es im Zukunftsvertrag eine Klausel für unvorhersehbare Ereignisse gibt. Zwischen Gemeinde, Land und Landkreis herrsche Einvernehmen darüber, dass es sich hierbei um einen solchen Fall handele – deshalb besteht auch keine Konsolidierungspflicht für die Gemeinde. Die Kommunalaufsicht hat daher bereits eine Genehmigung des Haushaltes in Aussicht gestellt.

Was die Haushaltsjahre 2016 bis 2018 betrifft, so rechnet die Verwaltung wieder mit positiven Ergebnissen. Für 2016 ist ein Überschuss von rund 106.000 Euro vorgesehen, in 2017 wird von rund 199.000 ausgegangen und im Jahr 2018 soll das Plus bei rund 290.000 Euro liegen. Bei der Gewerbesteuer rechnet die Gemeinde mit 700.000 Euro in 2016, einer Million in 2017 und mit 1,2 Millionen in 2018. Dr. Sven Hagemann von den Grünen fragte nach, ob die Gemeinde nicht zu optimistisch mit den Ansätzen kalkuliert. Schließlich habe die jüngste Entwicklung der Gewerbesteuer gezeigt, dass es schnell anders laufen könne. Memmert entgegnete, dass es sich bei der Kalkulation um eine „vorsichtige Planung“ handele und sie keinesfalls überzogen sei.

Mit der Enthaltung Hagemanns wurde der Nachtragshaushalt einstimmig verabschiedet.

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