Unternehmensgruppe Convivo übernimmt Braunschweiger Hof
Im Pflegeheim Braunschweiger Hof stehen in 24 Einzel- und 16 Doppelzimmern insgesamt 56 Betten zur Verfügung. Foto: Ciszewski
Langelsheim. Mit dem „Braunschweiger Hof“ ist das halbe Dutzend voll. Die Bremer Convivo-Unternehmensgruppe hat im Mai das Alten- und Pflegeheim in Langelsheim übernommen und zählt mit zwei Häusern in Goslar sowie jeweils einem in Braunlage, Clausthal-Zellerfeld und Langelsheim nun insgesamt sechs Alten- und Pflegeeinrichtungen im Harz zu seinem Portfolio, erklärt Sylvia Otto. Sie ist als Interimsmanagerin der Unternehmensgruppe für die Convivo-Häuser in der Region zuständig.
Im vergangenen Jahr sei der langjährige Geschäftsführer und Einrichtungsleiter Karsten Uhde an die Convivo herangetreten und habe seine Verkaufsabsicht geäußert, erklärt Sylvia Otto auf Nachfrage. Der Verkauf sei zum 1. Mai vollzogen worden. Nun würden die Umstellungen eingeleitet, die Mitarbeiter entsprechend der Pflegestandards geschult und in die neue Pflegedokumentation eingewiesen.
Zum 1. August stehe mit Manfred Forneck, der zuvor die notwendige Weiterbildung absolviert, bereits der neue Einrichtungsleiter mit langjähriger Erfahrung in der Krankenpflege in den Startlöchern, sagt Sylvia Otto, die in Rhüden wohnt.
Interimsmanagerin Sylvia Otto (li.) und Verwaltungsleiterin Bettina Simon an der Rezeption im Braunschweiger Hof.
Die Mitarbeiter seien von der Convivo alle übernommen worden, die Arbeitsverträge behielten ihre Gültigkeit. Derzeit seien in der Langelsheimer Einrichtung 44 Personen in der Pflege sowie in der Küche und als Reinigungskraft beschäftigt. Von den 56 zur Verfügung stehenden Betten sind gegenwärtig 47 belegt. Aufgrund der Corona-Pandemie müssen drei Betten als Quarantäneplätze vorgehalten werden. Die Einhaltung der strengen Hygienevorschriften habe bislang Wirkung gezeigt. „Wir haben im Haus lediglich drei Corona-Verdachtsfälle gehabt, die sich nach einem Test nicht bestätigten“, sagt die 45-Jährige. Mittelfristig, so verrät Sylvia Otto, sei ein Anbau an das bestehende Objekt geplant. Dort könnten sich in den kommenden zwei Jahren die Pläne für einen Wohnpark mit der Möglichkeit von teilambulanter Pflege und der Belieferung der älteren Menschen konkretisieren. Außerdem könnten weitere Objekte im Ostharz hinzukommen.
Der „Braunschweiger Hof“, der im Rahmen des Betreiberwechsels künftig die Bezeichnung Seniorenresidenz tragen soll, ist auf stationäre Pflege spezialisiert. „Wir sind in Schichten rund um die Uhr für die Bewohner da und unser Ziel ist es, individuelle Pflege auf die Wünsche unserer Bewohner abzustimmen“, sagt Sylvia Otto. Auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, insgesamt sind mit der Küchenleitung sechs Männer beschäftigt, werde versucht, auf Wünsche Rücksicht zu nehmen. „Wir haben Mitarbeiterinnen, die nur in der Spätschicht arbeiten, oder Mutti-Dienste mit zeitlich versetztem Arbeitsbeginn“, erklärt Sylvia Otto. Die Zahl der Beschäftigten werde sich nicht reduzieren, im Gegenteil: „Wir suchen noch Pflegefachkräfte und Pflegehilfskräfte.“