Textilpflege Kaiser in Goslar: Ein Neubau nur für private Wäsche
Noch pfeift der Wind durch die Fenster: Wolfgang und Christiane Kaiser sowie Ulrich Backhaus (v.li.) vor der künftigen Wäscherei. Foto: Kusian-Müller
Das Unternehmen Textilpflege Kaiser investiert weiter. Diesmal rund 340.000 Euro in eine Wäscherei und Reinigung ausschließlich für Aufträge aus dem privaten Bereich.
Das, erläutert Wolfgang Kaiser, der die expandierende Firma in der zweiten Generation leitet, bringe eine Reihe von Vorteilen mit sich. Ziel sei dabei eine zusätzliche Qualitätssicherung und -steigerung.
Zwar werden nahezu 200.000 Euro der Investitionssumme für neue Maschinen benötigt, aber, so Kaiser: „In der neuen Abteilung wird ähnlich wie in kleinen Wäschereien gearbeitet, die manuelle Tätigkeit steht im Vordergrund.“ Motto: Klein, aber fein. In Goslar, betont Kaiser, gebe es diese kleinen Wäschereien längst nicht mehr. Das zeige zwar, wie schwierig dieser Markt sei, aber: „Das Angebot fehlt in Goslar, das wollen wir ändern.“
Auch wenn der Zeitdruck, anders als in der Abteilung für gewerbliche Aufträge, nicht im Vordergrund stehe, so Kaiser, sollen die Zeiten zwischen Abgabe und Abholung der Wäsche oder Bekleidung kürzer werden. Um das zu erreichen, würden zwei bis drei neue Mitarbeiterinnen eingestellt, sodass es dann zehn sind.
Die an der Investition beteiligte Sparkasse Goslar/Harz sieht ihr Engagement als wichtigen Baustein in der Mittelstandsförderung, wie Kundenberater Ulrich Backhaus sagt. Die Entscheidung sei „auf kurzem Wege“ gefallen.
Die Firma Textilpflege Kaiser hatte erst von zwei Jahren gut 500.000 Euro in einen Erweiterungsbau investiert, weil sie „aus allen Nähten zu platzen drohte“, so Kaiser. Zudem werde der Maschinenpark regelmäßig erneuert.
Das Unternehmen, 1968 in Oker an der Talstraße gegründet, war 1997 in die Baßgeige an die Otto-straße umgezogen und seitdem stetig gewachsen. Das Einzugsgebiet hat sich laut Kaiser in dieser Zeit ständig vergrößert. Inzwischen beliefere man Kunden bis Magdeburg, Hannover, Göttingen und natürlich Braunschweig.
Im gewerblichen Bereich stellen nach wie vor Hotels mit etwa60 Prozent den Hauptanteil bei den Kunden, dicht gefolgt von Seniorenheimen. Hinzu kommen Aufträge aus dem Gesundheitsbereich.
Mit dem Bau der neuen, 150 Quadratmeter großen, aus Fertigelementen bestehenden Halle wurde vor fünf Wochen begonnen. Und eigentlich, sagt Kaiser, sollte sie schon fertig sein. Leider habe es Verzögerungen gegeben. Man hoffe aber, das schnell aufzuholen, um die Wäscherei in Kürze in Betrieb nehmen zu können.