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Neue Perspektive für Kattenberg-Areal

Tessner und Junicke: Premiere am Bau

<p>Homeoffice auf der Terrasse (v. li.): Hans-Joachim Tessner im Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, Ehefrau Helga, Tochter Anke Tessner-Schreyeck, Kattenberg-Partner Dirk Junicke und Wirtschaftsförderer Dirk Becker. Foto: Heine</p>

<p>Homeoffice auf der Terrasse (v. li.): Hans-Joachim Tessner im Gespräch mit Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, Ehefrau Helga, Tochter Anke Tessner-Schreyeck, Kattenberg-Partner Dirk Junicke und Wirtschaftsförderer Dirk Becker. Foto: Heine</p>

Goslar. Auf einem sanierten Kattenberg-Areal der Klosterkammer feiert ab dem Frühjahr 2021 eine Kombination aus zwei regionalen Familienunternehmen ihre gemeinsame Bauherren-Premiere: Hans-Joachim Tessner und Dirk Junicke gaben gestern ihre Pläne bekannt, in einem parkähnlich angelegten Quartier in vier Bauabschnitten bis 2024 acht bis zehn Häuser im Geschosswohnungsbau zu errichten.

Dienstag, 21.04.2020, 14:08 Uhr

Zukunftsweisendes Wohnen in direkter Altstadtnähe: Wenn sich zwei Schwergewichte der Branche zusammentun, ist einiges zu erwarten. „Die Familien Tessner und Junicke haben eine enge Beziehung zu Goslar und versprechen sich durch die Zusammenarbeit erhebliche Vorteile für die Realisierung des Projektes sowohl im Volumen als auch in der Abstimmung“, gab Tessner die Richtung in einem Pressegespräch vor, das er in Corona-Zeiten kurzerhand ins eigene Homeoffice auf die heimische Terrasse verlegt hatte.

„Ziel ist ein neues Quartier, das wie ein Park mit einigen Häusern angelegt ist, nah zur Innenstadt liegt, aber im Kontrast zu den engen Gassen dort großzügigen Platz bietet und an den grünen Stadtpark sowie das Landschaftsschutzgebiet Kattenberg grenzt“, ergänzt Junicke. Was hat das Duo im Detail vor? „Wir sind noch in einer ganz frühen Phase“, sagt Junicke. Mit der Klosterkammer, die die Flächen auf Erbpacht-Basis vergibt, sei man sich einig. Wohl im Juni soll die Sanierung beendet sein, das Grundstück von der Stadt an die Klosterkammer übergeben werden.

Ein Baubeginn, so Junicke, sei im Frühjahr 2021 realistisch, um später in vier Abschnitten – einen pro Jahr – vorzugehen. Gedacht ist an dreigeschossige Gebäude plus Penthouse, eventuell mit Tiefgaragen. Bauvolumen? „Das wird nicht billig“, antwortet Junicke, ohne (zu) viel preiszugeben. Für Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk ist die Kombination Tessner/Junicke eine „Garantie, dass das Ergebnis gut wird“. Er sieht sich am Ende bestätigt, die Altlasten-Fläche angefasst zu haben. Zuletzt hatte wie berichtet der Steuerzahlerbund die aus dem Ruder gelaufenen Sanierungskosten angeprangert. „Wir haben aber kein Geld verdummt oder verschwendet, aber die Prozesse waren schwieriger als gedacht“, so Junk.

Im Herbst 2019 habe er schließlich zusammen mit Wirtschaftsförderer Dirk Becker mit der Klosterkammer gesprochen, als sich dort Probleme abzeichneten, die Fläche mit eigenen Partnern wie gewünscht verwerten zu wollen. „Wir haben den Vorschlag gemacht, regionale Unternehmen anzusprechen und den Kontakt hergestellt“, erläutert der Verwaltungschef.

Er freue sich außerordentlich über das Ergebnis, zumal im nahen ehemaligen Odeon noch einmal zwölf bis 14 Wohnungen unter Regie des Investoren-Duos Dr.Gert Meinhof und Dirk Felsmann entstünden. Für Becker ist wichtig, dass die Stadt mit dem Projekt ihr Angebotsportfolio abrunde. Der ehemalige Fliegerhorst, die Gebiete in Vienenburg, Hahndorf und Wiedelah liefen gut und hätten alle ihre Berechtigung, um Einwohner zu halten oder hinzuzugewinnen.

„Aber es gibt ganz offensichtlich eine Nachfrage, das ist die Erfahrung, die uns aus der Wirtschaft widergespiegelt wird“, sagt Becker zum Kattenberg-Vorhaben. Goslars Ehrenbürger Tessner ist ohnehin überzeugt: „Wohnen verändert sich, Qualität wird immer mehr gewünscht, ob in Single-Haushalten oder Patchwork-Familien – und Digitalisierung ist ein ganz entscheidender Aspekt.“ Für Tessner ist nicht erst seit der Corona-Notzeit klar, dass der Trend wieder hin zum Gedanken gehe: „My home is my castle.“

Baustelle auf dem Areal, auf dem einst die 1948 abgebrannte Goslar-Halle stand: Noch bis Juni haben die Bagger dem Vernehmen nach mit der Altlasten-Sanierung am Kattenberg zu tun, bevor die Stadt das rund 12.700 Quadratmeter große Grundstück an die Klosterkammer als Eigentümer übergeben kann. Foto: Epping

Baustelle auf dem Areal, auf dem einst die 1948 abgebrannte Goslar-Halle stand: Noch bis Juni haben die Bagger dem Vernehmen nach mit der Altlasten-Sanierung am Kattenberg zu tun, bevor die Stadt das rund 12.700 Quadratmeter große Grundstück an die Klosterkammer als Eigentümer übergeben kann. Foto: Epping

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