Tessner-Gruppe macht Milliarden-Umsatz mit Möbeln
Ab März zieht der Roller ein: Der Branchen-Primus geht als Mieter ins ehemalige Möbel Haus Fricke in die Baßgeige-West. Foto: Kusian-Müller
Mit ihren Unternehmen aus der Möbel-Branche hat die Goslarer Tessner-Gruppe im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 1,375 Milliarden Euro erzielt – und ein Zukauf ist schon perfekt.
Laut eigener Pressemiteilung entspricht diese Umsatzzahl einer Steigerung von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zum Gewinn macht die Tessner-Gruppe aus grundsätzlichen Erwägungen keine Angaben.
Die Tejo-Wohnwelten mit Sitz in Goslar, Möbel Schulenburg, das ebenfalls zur Tejo-Gruppe zählt, Klingeberg in Bremen und die einst in Goslar gegründeten Meda-Küchenfachmärkte gehören ebenso zu dieser Sparte wie der Branchen-Primus Roller, dessen Zentrale in Gelsenkirchen-Buer steht.
„Die hohe Eigenkapitalquote bleibt eine wichtige Voraussetzung für die Unabhängigkeit des Handelns in unserem Familienunternehmen“, wird der Firmengründer Hans-Joachim Tessner zitiert, der als persönlich haftender Gesellschafter der Tessner Holding KG fungiert.
Was ist für 2014 geplant? Die weitere Verdichtung des Filialnetzes aller Handelsformen sowie der Ausbau des Online-Geschäftes stehen demnach auf der Agenda ganz oben. Außerdem übernimmt die Tessner-Gruppe mit Wirkung zum 1. März den bisher von der Familie Marks in Hamburg-Wentorf betriebenen „Möbelpark Sachsenwald“, der 25.000 Quadratmeter groß ist, und den angeschlossenen, 2.000 Quadratmeter großen Möbel-Discountmarkt „Speed“.
Mit diesem Geschäft will die Gruppe ihre Präsenz im Großraum Hamburg weiter stärken, nachdem dort bereits in -Halstenbek das Einrichtungszentrum „Schulenburg“ sowie drei Roller-Märkte betrieben werden. Möbel-Marks ist genau wie die Tessner-Gruppe Mitglied des Union-Einkaufsverbandes.
Zurück zur Goslarer Zentrale: Ab März zieht auch dort der Roller ein. Der Möbeldiscounter quartiert er sich wie berichtet in der Baßgeige-West als Mieter von Frank Fricke im Gebäude von dessen ehemaligen Möbelhaus ein.
Vor der Eröffnung gehen aber wohl noch einige Wochen für Änderungen bei Laden-Layout und Außenauftritt ins Land. Roller gilt als Marktführer mit mehr als 4.000 Mitarbeitern in Deutschland.
Zuletzt öffneten 2013 die Märkte Nummer 110 und 111 in St.Ingbert und Weimar. Bevor sich in Goslar die Roller-Tore auftun, ist allerdings im Frühjahr noch Würzburg an der Reihe.