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Sweety Glitter lässt es richtig krachen

Bad Harzburg. Wow! Was für eine geile Show. Sweety Glitter & The Sweethearts verwandelten im Freizeitzentrum Harlingerode am Samstagabend in einen Musiktempel der 70er Jahre.

Von Egon Knof Montag, 09.11.2015, 17:37 Uhr

Vom ersten bis zum letzten Akkord der Kultband war im ausverkauften Haus die Hölle los.

Wer Sweety Glitter verpflichtet, der ist in Bad Harzburg auf der sicheren Seite. Das zeigte sich einmal mehr beim 70er-Jahre-Spektakel, das vom Förderverein desSC 18 Harlingerode organisiert und präsentiert wurde. Dessen umtriebiger Vorsitzender Fred Ruyling machte es bei seiner Begrüßung kurz und reduzierte das, was da kommen sollte, auf die griffige Formel „Rock’n’Roll“.

Kaum waren die Jungs um Frontmann Volker Petersen, alias Mr. Sweety Glitter, auf der Bühne, ließen sie es auch schon so richtig krachen. Nach einem kurzen Intro gaben die Vollblutmusiker mit dem Opener „Let’s Work Together“ von Canned Heat das Motto für die nächsten gut zwei Stunden vor, zumal mit „Crocodile Rock“ von Elton John, „Fox On The Run“ von den Sweet und „I Love Rock’n’Roll“ von Joan Jett and The Blackhearts drei Klassiker aus den 70er bzw. Anfang der 80er Jahre folgten, die die Fans schnell auf Betriebstemperatur brachten.

Geschickt in die bunte Glitzershow integriert, huldigten Sweety Glitter immer mal wieder dem „Rock’n’-Roll-Gott“, der es mit der Band und den begeisterten Rockjüngern vor der Bühne an diesem Abend auch wirklich gut meinte. In ihrem 70er-Jahre-Outfit spielen Sweety Glitter nicht nur die „Golden Seventies“, sie leben die Seventies und ihre Musik. Handgemachter urwüchsiger Rock’n’Roll mit jeder Menge Spaß – Langeweile ausgeschlossen.

Und so brannten Mr. Sweety Glitter, Randy B. Bluebird (Eiko Witt – Gittare/Gesang), Mighty Mitch McCennedy (Michael Hinze – Bass/ Gesang), Carbite Williamson (Stephan Kabisch – Keyboards/Gesang) und Sir Tobi (Tobi Zweifler – Schlagzeug) ein wahres Feuerwerk an Klassikern dieser aufregenden Musikepoche ab. Das Publikum bekam die Arme gar nicht mehr herunter und vom pausenlosen Klatschen glühende Hände.

Die „Sweetys“ ließen noch einmal alle Musikgrößen der aufregenden 70er aufleben, von Golden Earring („Radar Love“) über Mungo Jerry („Lady Rose“) bis zu Kiss („I Was Made For Loving You“), Black Sabbath („Paranoid“) und dem frenetisch gefeierten „Black Betty“ von Ram Jam. Und das alles in durchaus erträglicher Lautstärke – Kompliment an die Tontechnik. Dass man Rock’n’Roll nicht leise hören kann, versteht sich natürlich von selbst.

Es war ein Abend, den alle, die dabei waren, so schnell nicht vergessen werden. Sogar Stefan Jahnke, Manager von Sweety Glitter, war von der Stimmung im Saal restlos begeistert und versprach: „Wir kommen wieder!“ Fred Ruyling, der Macher beim SC18-Förderverein, ist auch nicht abgeneigt, ein weiteres Konzert mit der Kultband zu organisieren: „Noch nicht im nächsten, aber vielleicht im übernächsten Jahr.“ Die Musikfreunde würden es ihm ganz sicher danken.

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