Startschuss für schnelles Internet in Hohegeiß fällt
Drücken gemeinsam den Buzzer zum Start des schnellen Internets in Hohegeiß: Die Telekom-Mitarbeiter Kevin Wiedemann, Jörg Wiesemann und Sabine Köhler, Landkreis-Pressesprecher Maximilian Strache, Bürgermeister Stefan Grote und der Leiter des Infrastrukturvertriebs Nord der Telekom, Michael Krüger (von links). Foto: Eggers
Hohegeiß. Wenn es nach dem Landkreis Goslar gegangen wäre, hätte das Bergdorf bereits seit zwei Jahren das schnelle Internet. Doch Unstimmigkeiten bei den Förderrichtlinien verzögerten das Projekt, wie Pressesprecher Maximilian Strache mitteilte.
Dennoch hat Hohegeiß ganz schnell den Breitbandausbau abgeschlossen. Als erster Ort zwischen Sylt und Kassel, der von einem Landkreis gefördert worden ist, verfügt das Dorf nun über schnelles Internet, betonte Telekom-Vertriebschef Michael Krüger.
Bürgermeister Stefan Grote, Kreis-Pressesprecher Strache und die Telekom-Mitarbeiter Michael Krüger, Sabine Köhler, Kevin Wiedemann und Jörg Wiesemann drückten zum Start des schnellen Internets vor dem Verteilerkasten an der Langen Straße 70 den Buzzer. Von sofort an können 300 Haushalte mit einer Geschwindigkeit von bis 100 Megabit (Mbit) pro Sekunde surfen. „Das soll in den nächsten Jahren sogar auf 250 Mbit pro Sekunde ausgebaut werden“, kündigte Telekom Regio-Managerin Sabine Köhler an.
„Uns war es wichtig, dass die Erlebnistage das schnelle Internet bekommen“, sagte Bürgermeister Grote. Dies sei ein wichtiger Arbeitgeber für die Stadt Braunlage, der den Breitbandausbau seit Jahren gefordert habe, erklärte er. Grote freute sich, dass Hohegeiß der erste Ort sei, der von der Förderung des Landkreises profitiere.
Pressesprecher Strache unterstrich, dass es die Probleme bei der Förderung hauptsächlich mit dem Bund gegeben habe. Insgesamt beteilige sich der Landkreis mit 1,5Millionen Euro an den Kosten, die er eben mit den Zuschüssen aus Hannover und Berlin abdeckte. 4,5Millionen Euro schoss die Telekom zu. „Diese Summe von 6 Millionen Euro ist aber kreisweit zu sehen, wie viel Geld davon auf die Stadt Braunlage fällt, können wir schlecht sagen, da alles zusammen abgerechnet wird“, erklärten Strache und Krüger. Insgesamt werden im Landkreis Goslar so 3800 Haushalte mit dem schnellen Internet versorgt, teilt die Telekom in diesem Zusammenhang mit.
Bereits mit Hochdruck werde auch in St. Andreasberg und in abgelegeneren Gebieten in Braunlage an der Verlegung der Glasfaserkabel für das schnelle Internet gearbeitet. Bis Februar sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. „Weil zu der Zeit die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass dann Schnee liegt, dürften wir die Gebiete noch in diesem Jahr mit 100 Mbit pro Sekunde im Internet surfen können“, meinte Telekom-Vertriebschef Krüger. Anschießend werden dann in weiteren Orten des Kreises die Voraussetzungen für das schnelle Internet geschaffen.